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Verdacht der Insolvenzverschleppung

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Schalke-Führung

Text: sid  

Die Staatsanwaltschaft Essen hat gegen Präsident Josef Schnusenberg und Finanzvorstand Peter Peters vom finanziell angeschlagenenen Fußball-Bundesligisten Schalke 04 Strafermittlungen wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung eingeleitet. Nach Informationen von WDR.de seien die Ermittlungen Ende Oktober dieses Jahres aufgrund der Strafanzeige einer Privatperson eingeleitet worden. `Ich weiß von der Angelegenheit nichts. Zu Sachen, von denen ich nichts weiß, kann ich mich nicht äußern´, sagte Peters.



Ob die Ermittlungen zu einem Verfahren wegen Insolvenzverschleppung führen oder nach Prüfung eingestellt werden, ist noch nicht entschieden. Bei Insolvenzvergehen drohen Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren. Der Verein ist derzeit mit mindestens 136,5 Millionen Euro verschuldet. Zudem sollen die Königsblauen in einem Geflecht von Tochterunternehmen mehr als 100 Millionen Euro zusätzliche Verbindlichkeiten verstecken. Außerdem soll der laufende Etat eine Unterdeckung von 20 bis 30 Millionen Euro aufweisen. Daher muss der Klub das Nachlizenzierungsverfahren der Deutschen Fußball Liga (DFL) durchlaufen. Für ein wenig Hoffnung sorgt die bevorstehende Beteiligung der Städtische Gesellschaft für Energie und Wirtschaft (GEW) mit einem Volumen von 25,5 Millionen Euro an der Stadiongesellschaft. Der Rat der Stadt Gelsenkirchen will darüber in seiner Sitzung am kommenden Donnerstag (12.11.09) entscheiden. 




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Kommentare

  • User
  • 10.11.2009 08:11:52 esnullvier

    Neid und Missgunst in Bezug auf Schalke ist bekanntlich sehr groß bei vielen, deshalb wundert es mich schon und ich bin als Schalker auch etwas enttäuscht, dass sich - wenn man der Meldung glauben darf - nur ein einziger Querulant und Schalke-Hasser ("euer Hass und eure Missgunst macht uns so stolz!") gefunden hat um in der jetzigen Zeit eine solche Nonsense-Strafanzeige zu erstatten.

    Dass die Medien (inbes. die bekannten Journalisten der dpa und des sid) versuchen mit so einer querulatorischen Strafanzeige Schlagzeilen und Stimmung zu machen ist man ja schon gewohnt und lässt einen als Schalker nur noch müde lächeln.

    Schlimm ist allerdings auch wie sich die Justiz in dem Falle verhält: Noch bevor die Beschuldigten von so einer querulatorischen Strafanzeige erfahren wird die Presse davon informiert: Das ist einem Rechtsstaat nicht würdig und man bekommt als Bürger den Eindruck, dass einzelne Protagonisten in Justitz und Presse einen ganz miesen Doppelpass spielen um die eigene Karriere zu befördern und zu Lasten der Rechtssaatlichkeit und und auf Kosten der Glaubwürdigkeit. Man muss sich vor diesem Hintergrund nicht mehr wundern, wenn schwerste Straftäter (z.B. auch Kinderschänder) aus der U-Haft entlassen werden müssen, weil die Justiz zu lange braucht um gegen sie einen Prozess durchzuführen und die Justiz immer mehr an Vertrauen der Bürger und Glaubwürdgkeit verliert.

  • User
  • 10.11.2009 08:23:39 Asterix76

    @esnullvier
    Du glaubst doch wohl nicht, dass die Verantwortlichen nicht längst über die Strafanzeige Bescheid wissen. Um in der Öffentlichkeit gut dazustehen, sagen sie einfach, dass sie nichts davon wüssten. Aber wenn man den Medien Glauben schenken darf, ist es doch wohl wichtig, dass alles aufgeklärt wird. Gerade für den Verein. Mich wundert nur auf einmal die Sparpolitik. Da werden Leute entlassen, die sich wahrscheinlich mehr mit dem Verein identifizieren, als irgendein Spieler. Ich rede da von den Zeugwarten und Greenkeepern. Die verdienen zusammen im Jahr soviel, wie ein Carlos Großmüller im Monat. Total der falsche Ansatz. Da müsste man als Schalke-Fan doch nur mit dem Kopf schütteln und sich fragen, was da mit den Mitgliedbeiträgen so passiert. Lächerlich. Zum Glück bin ich BVB-Fan und habe diese Zeit mit den Borussen schon hinter mir. Das S04 die gleichen Fehler macht, finde ich schon fragwürdig. Da müssen Köpfe rollen. Notfalls mit der Androhung des Zwnagsabstiegs. Armes Schalke.

  • User
  • 10.11.2009 10:05:55 Edelreservist

    Sich mit fremden Geld und utopischen Gehältern den Erfolg erkaufen wollen und es dann über die fest eingeplante CL wieder zurückbezahlen ist ähnlich kurzsichtig, als wenn ich einen riesengroßen Kredit von der Bank aufnehme und sage, wenn ich im Lotto gewinne kriegt ihr es wieder. Einen Plan B wäre für Schalke der Hit gewesen, aber die Kurzsichtigkeit hat gesiegt.

    Ein Punktabzug in einer angemessenen Höhe wäre durchaus angebracht, aber wieviel? Wenn man die TUS Koblenz zum Vergleich heranholt würden selbst 15 Punkte zu wenig sein.

    Wer nicht mit seinem Geld umgehen kann, muss nunmal bestraft werden.

  • User
  • 10.11.2009 10:30:28 dawill

    @esnullvier

    Nur weil du das Wort Querulant 5 mal in deinem Kommentar schreibst, wird das nicht zur Wahrheit. Schuld sind halt immer Alle...anderen.

  • User
  • 10.11.2009 10:38:32 gygax

    Ne, Schuld is IMMER Schalke!!!!
    Ich fordere 60 Punkte Abzug in den kommenden 5 Jahren. Alle Verantwortlichen in den Knast. Wiedereinstellung aller gekündigten Greenkeeper, Hausmeister, Museumswärter und Putzfrauen, bei gleichzeitiger fristloser Kündigung aller Spieler, die nicht mindestens die Kickerdurchschnittsnote 3.5 erreichen. Aberekennung aller nationalen und internationalen Erfolge seit 1997. Die Veltins-Arena wird zur grössten Kita umgebaut und dem Steuerzahler geschenkt.
    Hab ich was vergessen?

  • User
  • 10.11.2009 10:47:36 gygax

    Ach doch, alle Mitglieder und Fans wandern rüber zum VfL Bochum, das passt farblich halbwegs

  • User
  • 10.11.2009 10:48:47 UrmelAusmEis

    "Da werden Leute entlassen, die sich wahrscheinlich mehr mit dem Verein identifizieren, als irgendein Spieler. Ich rede da von den Zeugwarten und Greenkeepern. Die verdienen zusammen im Jahr soviel, wie ein Carlos Großmüller im Monat."

    Leider hat Andi Müller im Falle des Greenkeepers keinen 4-Jahres-Vertrag plus Zusatzoption geschlossen. Populistischer Ansatz - das Entsetzen über solche Missverhältnisse ist verständlich, zur Lösung trägt es aber nicht bei.

    "Ein Punktabzug in einer angemessenen Höhe wäre durchaus angebracht, aber wieviel? Wenn man die TUS Koblenz zum Vergleich heranholt würden selbst 15 Punkte zu wenig sein."


    Wieso Punktabzug? Schalke wird doch bestraft. Sie bezahlen doch das Gehalt von Großmüller. Nur halt nicht jetzt, sondern mit den Zuschauereinnahmen aus dem März 2013. Circa.

    Zum Quervergleich Koblenz: Damals wurden mit einigen Spielern zwei Verträge abgeschlossen: ein tatsächlicher und einer zur Vorlage bei der DFL. Dafür gab es die Strafe: nicht für das schlechte Wirtschaften an sich, sondern für das verboten schlechte Wirtschaften.

    Auch diese Forderung ist also populistisch. Jeder Verein hat das Recht, sich in fast beliebiger Höhe zu verschulden ("in fast beliebiger Höhe", weil es zwei Einschränkungen gibt: die bilanzielle Überschuldung muss vermieden werden, sonst greifen Gericht und ggf Staatsanwaltschaft ein - und die Finanzierung der gesamten Saison muss bereits zu Saisonbeginn gesichert sein, sonst kriegt man von der DFL keine Lizenz). Die wenigsten Vereine tun es, weil sich die Erkenntnis durchgesetzt hat, dass die 10 Mio. Mehreinnahmen heute nicht die 25 Mio. Mehrausgaben über das nächste Jahrzehnt rechtfertigen. Wer es dennoch probiert, fliegt in 90% der Fälle auf die Nase.

    Schaut man sich das Schalker Vorbild ein paar Kilometer die Emscher hoch mal genauer an, dann kann man davon ausgehen, dass der FC Schalke 04 zur halbwegigen Gesundung ca. ein Jahrzehnt lang deutlich weniger ausgeben kann, als man einnimmt. (Und das ist das optimistische Szenario für den Fall, dass der Verein dank Magath die besonders teuren nächsten zwei-drei Jahre überlebt.) Die Sünden von Assauer, Müller & Co dürften Schalke über das nächste Jahrzehnt mit Zins, Tilgung und Mindereinnahmen runde 200 Millionen kosten. Ob zwei zweite Plätze und ein CL-Viertelfinale dies wert waren? Na ja, das sollte man vielleicht mal den Rudi fragen.

    Den Andi nicht, der war die ärmste Sau. Der Praktikant, der am Vorgänger gemessen wird, dessen Weg wohl oder übel weiterbeschreiten muss, aber im Gegensatz zum Vorgänger nicht nur finanziell, sondern auch noch sportlich ein unglückliches Händchen hat. Sieht so aus, als würden Engellar und Farfan die Ehre haben, auf Jahre die letzten Multi-Millionen-Einkäufe des FC Schalke 04 gewesen zu sein.

  • User
  • 10.11.2009 11:13:14 Redondo71

    M. E. wird die nächste Saison für den weiteren Werdegang des Vereins sehr wichtig sein. Die Personalkosten werden in der kommenden Saison nur dann spürbar gesenkt werden können, wenn es gelingt, Ladenhüter wie zB Großmüller, Zero Berto II, Sanchez, Streit, Asamoah von der Gehaltsliste zu bekommen. Alle haben mindestens noch Vertrag bis 2011. Die einzigen Großverdiener, deren Verträge nach dieser Saison auslaufen, sind Kuranyi, Altintop und Kobiashvili. Große Ersparnisse sind da nicht zu erwarten. Infofern wird Schalke im nächsten Jahr auf dem Transfermarkt nicht aktiv werden könen, sondern muss den Weg mit jungen Spielern aus den eigenen Reihen konsequent weitergehen.

    Zum staatsanwaltlichen Ermittlungsverfahren: Offenbar geht die StA Essen von einem Anfangsverdacht aus, dh es muss Anhaltspunkte für eine Straftat geben; dann ist sie verpflichtet, Ermittlungen aufzunehmen. Mehr kann man in diesem Stadium des Verfahrens noch nicht sagen; alles Spekulation.

    Danke, Urmal, dass Du die Unterschiede zum "Koblenz-Fall " verdeutlicht hast!

  • User
  • 10.11.2009 11:14:30 Redondo71

    ...Insofern...können...Urmel...Weitere Tippfehler?

  • User
  • 16.11.2009 14:06:02 magic_ys

    "Die Sünden von Assauer, Müller & Co dürften Schalke über das nächste Jahrzehnt mit Zins, Tilgung und Mindereinnahmen runde 200 Millionen kosten."

    Die Grundaussage würde ich zwar auch so stehen lassen - aber die zugrundeliegende Rechnung für die 200 Mio. würde mich trotzdem doch sehr interessieren...

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