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Eintracht auf Trainersuche

Bruchhagen fordert vom neuen Trainer »Hurra-Fußball«

Text: sid  

Vorstandschef Heribert Bruchhagen vom Bundesligisten Eintracht Frankfurt hat bei der Suche nach einem Nachfolger für Trainer Friedhelm Funkel das Anforderungsprofil erstellt und fordert vom neuen Coach Fußball im »Hurrastil«.



»Der neue Trainer soll eine Aufbruchstimmung vermitteln. Wir wollen mit attraktiverem Spiel unser Publikum zurückgewinnen. Wir wissen, woher die Unzufriedenheit der Kunden rührt. Ich wünsche mir schnellere Angriffe und eine präzisere Attacke«, sagte Bruchhagen. Als Nachfolger sind der im Februar beim türkischen Topklub Galatasaray Istanbul entlassene Michael Skibbe sowie Thomas von Heesen und Bruno Labbadia, derzeit noch bei Pokalfinalist Bayer Leverkusen beschäftigt, im Gespräch.

Uwe Rapolder ein Kandidat?

Zudem scheint Bruchhagen seine Fühler nach Uwe Rapolder von Zweitligist TuS Koblenz ausgestreckt zu haben. Rapolder wollte eine mögliche Anfrage der Hessen am Mittwoch nicht kommentieren. Eine Alternative wäre zudem der frühere Frankfurter Profi Rudi Bommer, zuletzt Coach beim MSV Duisburg. Bruchhagen ist zuversichtlich, »zeitnah« einen neuen Trainer präsentieren zu können. Mit drei oder vier potenziellen Kandidaten will er Gespräche führen.

Dass er trotz finanziell eingeschränkter Möglichkeiten dennoch einen Hochkaräter an Land ziehen könnte, wollte der Frankfurter Vorstandschef nicht gänzlich ausschließen. »Auch ein Trainer, der zuvor 1,8 Millionen Euro verdient hat, wird sich nicht davor scheuen, zu Eintracht Frankfurt zu wechseln. Die Trainer suchen einen Job in der Bundesliga«, meinte der 60-Jährige. Kein Thema ist eine Verpflichtung von Trainer Bernd Schuster. Der ehemalige Coach von Real Madrid passt beim deutschen Meister von 1959 nicht ins Gehaltsgefüge. »Wir haben auch bei der Trainersuche finanzielle Zwänge«, sagte Finanzvorstand Thomas Pröckl, dem für die kommende Saison zwei Millionen Euro weniger als zuletzt zur Verfügung stehen.

»Unser System funktioniert ausgezeichnet«

Ebenfalls nicht zur Debatte steht, dass Bruchhagen einen Sportdirektor zur Seite gestellt bekommt. »Unser System funktioniert ausgezeichnet«, sagte Bruchhagen, Vorstandskollege Pröckl fügte hinzu: »Wir haben seit der Saison 2002/2003 einen Transferüberschuss von 1,2 Millionen Euro erwirtschaftet, da können wir in Gänze nicht ganz so schlecht gelegen haben«, sagte Pröckl.




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Kommentare

  • User
  • 28.05.2009 03:14:42 alexru

    Für wie dumm halten Pröckl und Bruchhagen die Fans eigentlich mit ihrer Rechnung (Transferüberschuss von 1,2 Millionen Euro)? Pröckl hat in dieser Rechnung nur die Spieler berücksichtigt, die den Verein schon wieder verlassen haben (Takahara, Streit z.B.). Seit 2002 hat die Eintracht jedoch für neue Spieler etwa 22 Mio Euro ausgegeben und nur neun Mio eingenommen, also ein gewaltiges Minus von etwa 13 Mio Euro!
    Es wäre wohl wirklich besser, wenn man Bruchhagen und Pröckl einen Sportdirektor zur Seite stellt.

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