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Nach Blackout beim EM-Halbfinale

UEFA drohen Regressforderungen

Text: sid  

Der weltweite Bildausfall beim EM-Halbfinale zwischen Deutschland und der Türkei, der bis zu 18 Minuten dauerte, kann für die Europäische Fußball-Union (UEFA) drastische finanzielle Konsequenzen haben. Die betroffenen TV-Anstalten überlegen in den nächsten Tagen, ob sie Entschädigungen dafür verlangen, dass die UEFA ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachgekommen ist. ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz hatte in der Nacht noch von einem `äußerst bedauerlichen Vorfall´ gesprochen. Am Donnerstag berieten die Verantwortlichen in Mainz über Konsequenzen. Ein Stromausfall im internationalen Fernsehzentrum IBC in Wien hatte den Blackout verursacht. Werner Rabe, EM-Sprecher der ARD, deren Hörfunkprogramme auch betroffen waren: `Jetzt müssen wir erst mal schauen, dass bei den letzten beiden Spielen nichts passiert, aber finanzielle Regressforderungen sind nicht auszuschließen.´ Wie die Sponsoren, deren Werbebotschaften nicht mehr transportiert wurden, reagieren werden, stand am Morgen nach dem Blackout noch nicht fest. Auch die UEFA wusste noch nicht, ob sie ihren Stromlieferanten, dessen Reservesystem auch nicht funktionierte, verklagen wird. Die UEFA konnte in der täglichen Pressekonferenz gleichfalls noch keine Angaben machen, wie viele Länder exakt wie lange betroffen waren. Das ZDF hatte relativ rasch das Schweizer Fernsehen angezapft, das eine direkte Leitung nach Basel hatte und das Signal von dort empfing.



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