Nach Flucht von sieben Spielern
Kubas Olympia-Team nur noch mit zehn Spielern
Text: sid
Nach der Flucht von sieben Spielern hat die kubanischen Fußball-U23-Auswahl das Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele in Peking am Donnerstag mit nur zehn Akteuren fortgesetzt. Beim 0:2 gegen Honduras hielt das Team von Trainer Raul Gonzales in Tampa Bay/US-Bundesstaat Florida trotz Unterzahl 67 Minuten lang ein 0:0. `Das war ein tolles Spiel meiner Mannschaft. Es ist schwer, mit nur zehn Spielern aufzulaufen, aber das müssen wir jetzt akzeptieren´, sagte Coach Gonzales.
Am Dienstag hatten sich zunächst Kapitän Yenier Bermudez, Torwart Jose Manuel Miranda, die Verteidiger Erlys Garcia Baro und Loanni Prieto sowie Mittelfeldspieler Yordany Alvarez vom Team abgesetzt. Am Donnerstag verließen zudem Verteidiger Yendry Diaz und Mittelfeldspieler Eder Roldan die Mannschaft. `Nachdem fünf Spieler das Team verlassen hatten, war die Moral am Boden. Ich habe darüber nachgedacht, nach dem Turnier den Schritt zu machen. Jetzt hat sich die Situation ergeben´, erklärte Diaz seine Flucht.
Unterdessen zog der US-Zweitligist Miami sein Angebot zurück, fünf der Flüchtlinge zum Training einzuladen. Nach einem Gespräch mit der Fußball-Konföderation von Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik CONCACAF erklärte Miamis Klubsprecher Marcos Ommati: `Wir hatten zunächst beabsichtigt, den Spielern zu helfen, mussten dann aber die ganze Situation nochmal überdenken. Unsere offizielle Position ist, dass es nicht rechtens ist, wenn Spieler, egal in welchem Sport, ein laufendes Turnier verlassen.´
Für die Kubaner gibt es laut US-Gesetz die Möglichkeit, in den Vereinigten Staaten zu bleiben. Nach einem Jahr Wartezeit kann eine feste Aufenthaltserlaubnis beantragt werden.






