Wegen Klose: DFL bittet Bayern um Stellungnahme
Text: SID
In den Streit zwischen Werder Bremen und Bayern München um Nationalspieler Miroslav Klose wird sich nun auch die Deutsche Fußball Liga (DFL) einschalten. `Wir werden die Klubs um eine Stellungnahme bitten´, erklärte DFL-Geschäftsführer Holger Hieronymus am Sonntag auf sid-Anfrage. Der deutsche Rekordmeister Bayern München hatte sich in der vergangenen Woche mit Klose in Hannover getroffen. Gemäß der `Lizenzordnung Spieler´ der DFL dürften die Münchner mit einem Akteur jedoch nicht direkt in Kontakt treten. Dies wäre erst ein halbes Jahr vor Vertragsende gestattet, es sei denn, der andere Verein wird vor der Aufnahme von Verhandlungen schriftlich darüber informiert. Ein Verstoß gegen diesen Paragraph 5 gilt als `unsportliches Verhalten´ und könnte wiederum vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) nach Paragraph 1, Nr. 4 seiner Rechts- und Verfahrungsordnung geahndet werden. Klose steht in Bremen noch bis 2008 unter Vertrag. Der WM-Torschützenkönig hatte Spekulationen über ein Treffen mit der Bayern-Führungsetage bestätigt und sich bei seinem Klub entschuldigt. Es sei `lediglich ein Informationsgespräch gewesen und keine Vertragsverhandlung´. Werder-Sportdirektor Klaus Allofs kündigte bereits ein klärendes Gespräch mit den Bayern an. `Es wird sicher noch die Gelegenheit geben, mit den Münchnern über diese Vorgehensweise zu reden´, sagte Allofs vor dem Sonntagsspiel in Bielefeld dem Pay-TV-Sender arena. Ein Gespräch mit Klose und dessen Berater sei befriedigend verlaufen. `Deswegen ist die Sache, was uns betrifft, jetzt erstmal ausgestanden´, meinte Allofs, für den es allerdings unverständlich war, `dass Miro an diese Sache mit einer gewissen Naivität herangegangen ist´.






