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Zorc findet Verzicht auf Leitner unverständlich

Mit Verärgerung und Kritik an U21-Trainer Rainer Adrion haben die Verantwortlichen von Borussia Dortmund auf den Verzicht auf Moritz Leitner im Kader für die EM reagiert. SID-IMAGES/AFP/PATRIK STOLLARZ

Dortmund - Mit Verärgerung und Kritik an U21-Bundestrainer Rainer Adrion haben die Verantwortlichen von Borussia Dortmund auf den Verzicht auf Moritz Leitner im erweiterten Kader für die EM im Juni in Israel reagiert. "Das kann ich nicht nachvollziehen", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc der WAZ, und Trainer Jürgen Klopp ergänzte: "Wer ihn nicht mitnimmt, muss ein tolles Team haben."

Adrion hatte überraschend auf Leitner verzichtet, aber dafür drei Debütanten in den Kader berufen. "Er war sehr enttäuscht. Das hat bei Moritz mächtig eingeschlagen", berichtete Klopp, der von Adrion vorab informiert worden war.

Leitner kommt in der laufenden Saison bislang auf 24 Liga-Einsätze und hat als einer von wenigen U21-Nationalspielern Champions-League-Erfahrung. Anscheinend ging es Adrion bei der Personalie nicht nur um Leistungskriterien. Der U21-Trainer hatte angeblich charakterliche Schwächen und Mentalitätsprobleme ausgemacht. Letzteres rief beim BVB großes Unverständnis hervor.

"Dann kennt er den Spieler nicht richtig. Charakterlich kann ich Moritz ein erstklassiges Zeugnis ausstellen", sagte Zorc. "Moritz ist ein toller Typ, hat sich als Spieler und Persönlichkeit toll entwickelt", bestätigte Klopp.

Vor dem letzten EM-Test hatte Leitner eine Denkpause verordnet bekommen und war von Adrion zur U20-Auswahl geschickt worden. Dort feierte er seine Erfolgserlebnisse mit zwei Siegen gegen die Schweiz. In beiden Spielen erzielte Leitner jeweils einen Treffer.

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