England

Zehn Spiele Sperre für Liverpools Suárez

Drakonische Strafe für Luis Suárez: Der uruguayische Fußball-Nationalspieleler vom FC Liverpool ist nach seiner Beiß-Attacke auf Branislav Ivanovic für zehn Spiele gesperrt worden. SID-IMAGES/AFP/ANDREW YATES

Liverpool - Drakonische Strafe für Luis Suárez: Der uruguayische Fußball-Nationalspieleler vom FC Liverpool ist nach seiner Beiß-Attacke auf Chelsea-Verteidiger Branislav Ivanovic vom englischen Verband FA für zehn Spiele gesperrt worden. Das legte eine dreiköpfige Kommission am Mittwoch fest. Zuvor hatte die FA bereits erklärt, dass die übliche Sperre von drei Spielen in diesem Fall nicht ausreichend ist.

"Der Klub und der Spieler sind geschockt und enttäuscht von der Härte der Entscheidung", sagte Liverpools Sportdirektor Ian Ayre. Ehe beim 18-maligen englischen Meister nicht die für Donnerstag erwartete schriftliche Urteilsbegründung eingangen sei, wolle der Klub keine weiteren Kommentare abgeben.

Suárez hat bis Freitagmittag Gelegenheit, gegen die Sperre über die zusätzlichen sieben Spiele Einspruch einzulegen. Sollte das Urteil Bestand haben, wäre die Saison für den 26-Jährigen beendet. Die Strafe tritt sofort in Kraft. Suárez, mit 23 Treffern hinter Robin van Persie von Meister Manchester United der zweiterfolgreichste Torjäger der Premier League, fehlt dem FC Liverpool damit bereits im Premier-League-Match am Samstag bei Newcastle United.

Suárez hatte am Sonntag beim 2:2 gegen den FC Chelsea, bei dem der Angreifer in der Nachspielzeit den Endstand herstellte, in der 65. Minute nach einem Zweikampf seinen Gegenspieler Ivanovic in den rechten Unterarm gebissen. Der Hitzkopf hatte sich danach für seinen Aussetzter entschuldigt. "Ich bin traurig über das, was passiert ist. Ich bitte Ivanovic und den gesamten Fußball für mein unverzeihliches Verhalten um Vergebung. Es tut mir so leid", schrieb Suárez auf seinem Twitter-Profil.

Vor dem Beschluss der FA hatte Liverpool seinem Topstürmer bereits eine Geldstrafe in unbekannter Höhe aufgebrummt. Ayre hatte Suárez' für seine Attacke zudem schwer gerügt. "Dieses Verhalten ist eines Spielers, der das Trikot des FC Liverpool trägt, nicht würdig", sagte er.

Suárez hatte nach seinem Angriff auf Jovanic zwar eine Tätlichkeit eingestanden, eine über drei Spiele hinausgehende Sperre aber als unangemessen betrachtet. Allerdings dürfte es Suárez nicht zum Vorteil gereicht haben, dass er zum wiederholten Male unrühmlich aufgefallen ist.

Ende 2011 wurde er wegen rassistischer Beleidigungen gegen Patrick Evra von Manchester United für acht Spiele gesperrt. Im Februar 2012 versagte Suárez dem dunkelhäutigen Evra vor dem Anpfiff den obligatorischen Händedruck, United-Teammanager Sir Alex Ferguson sprach später von einer "Schande für den FC Liverpool". Bei der WM 2010 in Südafrika hatte der Stürmer durch ein Handspiel auf der Torlinie in der 120. Minute das Viertelfinal-Aus seines Landes im Spiel gegen Ghana verhindert.

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