FIFA | 08.10.2013

WM-Ermittlungen durch Schweizer Borbely

Der Amerikaner Michael Garcia, Chefermittler der Ethikkommission des Fußball-Weltverbandes FIFA, hat die Hauptverantwortung bei seinen Untersuchungen an Cornel Borbely übergeben.

Zürich - Der Amerikaner Michael Garcia, Chefermittler der Ethikkommission des Fußball-Weltverbandes FIFA, hat die Hauptverantwortung bei seinen Untersuchungen der WM-Vergaben 2018 an Russland und 2022 an Katar an seinen Stellvertreter Cornel Borbely aus der Schweiz übergeben. Das gab die untersuchende Instanz in einer Pressemitteilung bekannt.

Damit will Garcia anscheinend dem Vorwurf möglicher Interessenkonflikte entgegentreten. Bei der WM-Vergabe am 2. Dezember 2010 in Zürich waren die USA im entscheidenden vierten Wahlgang bei der Abstimmung im FIFA-Exekutivkomitee mit 8:14 Stimmen an Katar gescheitert.

Das ermittelnde Gremium des FIFA-Ethik-Komitees unterstrich auch nochmals, dass es weder über die Austragungsstätte noch den Termin der WM-Endrunde zu entscheiden habe. Derzeit wird über die Verlegung der WM 2022 in Katar vom Sommer in den Winter diskutiert. Eine Entscheidung fällt aber erst nach der WM 2014 in Brasilien.

"Unsere Rolle ist es, in diesem und jedem anderen Fall, die mögliche Verletzung des FIFA-Ethik-Codes durch Fußball-Offizielle zu untersuchen", hieß es in der Erklärung. Dabei werde allen Anschuldigungen unter Einbeziehung der möglichen Beweise nachgegangen.

Außerdem wurden alle Personen, die relevante Informationen beisteuern können, aufgefordert, sich sofort zu melden. Den sogenannten "Whistleblowern" wurde nochmals die laut FIFA-Ethik-Code zugesicherte Anonymität bei besonderen Umständen garantiert.

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