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WM 2022: Rummenigge will "europäische Position"

Karl-Heinz Rummenigge (57) will in der Diskussion um den Termin für die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar eine gemeinsame Linie der europäischen Ligen forcieren. SID-IMAGES/Pixathlon/

Berlin - Karl-Heinz Rummenigge (57) will in der Diskussion um den Termin für die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar eine gemeinsame Linie der europäischen Ligen forcieren. "Wir wollen eine europäische Position erarbeiten. Alle sind sich einig, dass es sinnvoll ist, nicht im Sommer zu spielen. Wir müssen eine Lösung finden, mit der die Klubs leben können", sagte der gerade im Amt bestätigte Chef der Europäischen Klub-Vereinigung ECA in einem Interview mit der Welt am Sonntag. Der Vorstandsvorsitzende von Rekordmeister Bayern München steht seit 2008 an der Spitze der 214 europäischen Klubs aus 53 Ländern.

Es dürfe letztlich kein Modell geben, das zwar dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) gefalle, den Ligen und Vereinen aber Probleme bereite, fügte Rummenigge an und steht damit der Position von UEFA-Präsident Michel Platini, der eine WM-Austragung im Januar 2022 bevorzugt, offenbar näher. Rummenigge würde wohl auch einen terminlichen Konflikt mit den Olympischen Winterspielen 2022 riskieren.

FIFA-Präsident Joseph Blatter hatte eine WM im November oder Dezember 2022 vorgeschlagen. Dagegen protestiert vor allem die englische Premier League auch aus Sorge um den traditionellen "Boxing Day" am zweiten Weihnachtsfeiertag.

In jedem Falle sieht es Rummenigge als eines der wichtigsten künftigen Ziele der ECA an, in den "Entscheidungsprozess hinsichtlich der Terminierung der WM 2022 in Katar eingebunden zu werden." Immerhin stünden 75 Prozent aller Spieler, die an der WM 2010 in Südafrika teilgenommen hätten, in Europa unter Vertrag.

Das Exekutivkomitee der FIFA mit Blatter und Platini wird auf seiner nächsten Sitzung am 3. und 4. Oktober in Zürich auch die Katar-Problematik diskutieren.

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