WM | 30.08.2013

WM-2022: Platini fordert Englands Entgegenkommen

Michel Platini (58), Präsident der UEFA, hat trotz Widerstands aus der englischen Premier League seine Unterstützung für eine Winter-WM 2022 in Katar bekräftigt.
Text: SID Bild: SID-IMAGES/AFP/JACK GUEZ

Monte Carlo - Michel Platini (58), Präsident der Europäischen Fußball-Union (UEFA), hat trotz Widerstands aus der englischen Premier League seine Unterstützung für eine Winter-WM 2022 in Katar bekräftigt. "Es ist unmöglich, in Katar im Sommer bei 50 Grad Hitze zu spielen", sagte Platini am Freitag im Rahmen der Auslosung für die Europa League in Monaco: "Englands Spielkalender hat seit 150 Jahren Bestand und wir haben das immer respektiert. Dieses eine Mal könnte England einen anderen Kalender respektieren."

Englands Top-Liga hatte sich wegen Terminschwierigkeiten deutlich gegen eine Verlegung der Endrunde in den Winter ausgesprochen. In England gibt es anders als in der Bundesliga keine Winterpause. Zuvor hatte der Chef der Premier League, Richard Scudamore, die Verlegung der WM als "nahezu unmöglich" bezeichnet. Scudamore forderte gar, einen Wechsel des Gastgeberlandes vorzunehmen: "Die FIFA hat sich für die Sommer-WM in Katar entschieden. Sollte der Weltverband das nun für nicht machbar erachten, kommt unserer Auffassung nach nur ein Wechsel des Austragungsortes in Frage."

Platini zeigte sich unterdessen froh über die Zustimmung von FIFA-Präsident Joseph S. Blatter (77) über eine mögliche Verlegung der WM in den katarischen Winter. "Ich habe das mit Freude zur Kenntnis genommen", sagte der Franzose. Die FIFA will sich bei der kommenden Sitzung des Exekutivkommites im Oktober erneut mit der Problematik befassen.

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