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WM 2022: Australien denkt an Entschädigungszahlung

Der australische Fußball-Verband FFA will möglicherweise Entschädigungszahlungen für die Katar unterlegenen Bewerberländer für die WM 2022 geltend machen. SID-IMAGES/AFP/PIERRE-PHILIPPE MARCOU

Sydney - Der australische Fußball-Verband FFA will möglicherweise Entschädigungszahlungen für die Katar unterlegenen Bewerberländer für die WM 2022 geltend machen. Verbands-Chef Frank Lowy sprach von einer "fairen Entschädigung" für die betroffenen Nationen, sollte die Weltmeisterschaft in neun Jahren statt wie vorgesehen im Sommer auf den Winter verschoben werden.

Allerdings ist der Termin der Endrunde in Katar immer noch umstritten. UEFA-Präsident Michel Platini bevorzugt einen Termin in Januar/Februar 2022, FIFA-Boss Joseph S. Blatter hingegen eine WM im November/Dezember 2022.

"Australien hat viel Geld in die WM-Bewerbung gesteckt, das ganze Land stand dahinter", äußerte Lowy und forderte "eine faire Entschädigung an die Nationen, die viele Millionen, und auch nationales Ansehen, in die Bewerbung für einen Wettbewerb im Sommer gesteckt haben". Australien hatte sich die erfolglose Kandidatur für 2022 knapp 30 Millionen Euro kosten lassen.

Bei der Vergabe der WM-Endrunde 2022 am 2. Dezember 2010 in Zürich war Australien bereits im ersten Wahlgang mit nur einer Stimme gescheitert. Außerdem zogen Japan, Südkorea und schließlich im letzten Wahlgang die USA (8:14) den Kürzeren gegen das Emirat am Persischen Golf, das völlig überraschend zum Gastgeber bestimmt wurde.

Lowy äußerte, dass sich Australien seit Dezember 2010 lange Zeit in der Öffentlichkeit zurückgehalten habe, "aber jetzt, da die Spekulationen Raum greifen und uns direkt als Bewerberland betreffen, haben wir unseren Standpunkt öffentlich gemacht".

Gleichzeitig warnte der FFA-Chef die FIFA davor, vorschnell eine Entscheidung über eine Verlegung der WM 2022 zu treffen. Er mahnte eine Einbeziehung der FIFA-Mitgliedsverbände und die Beachtung der Ethik-Regeln an. Er erklärte, es besteht das "Risiko eine schlechte Situation noch schlimmer zu machen". Bei der Vergabe der WM 2022 an Katar vermisste Lowy die nötige Transparenz.

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