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WM 2018: Schenk stellt Gastgeber Russland infrage

Sylvia Schenk (61), Sportbeauftragte der Anti-Korruptions-Agentur Transparency International, hat Russland als Gastgeber der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 infrage gestellt. SID-IMAGES/AFP/JOHN MACDOUGALL

Hamburg - Sylvia Schenk (61), Sportbeauftragte der Anti-Korruptions-Agentur Transparency International, hat Russland als Gastgeber der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 infrage gestellt. "Hat Katar mehr geschmiert als Russland? Wenn es die Hitze nicht geben würde, hätte kein Mensch etwas über Katar gesagt, alle hätten viel mehr nach Russland geguckt. Wenn sich jemand wie Präsident Wladimir Putin einmischt, gibt es Anlass genug hinzugucken, was die Fußball WM 2018 und die Winterspiele 2014 in Sotschi betrifft", sagte die ehemalige Präsidentin des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) Sport Bild.

Schenk weiter: "Wenn wir uns einseitig auf Katar stürzen, bringt das die ganze arabische Welt gegen Westeuropa auf." Katar hatte im Dezember 2010 den Zuschlag für die WM 2022 erhalten.

Im Vorfeld hatte es bei der Vergabe beider WM-Endrunden - für 2018 und 2022 - schwere Korruptionsvorwürfe gegeben. Außerdem geriet das Emirat am Persischen Golf aufgrund der großen Hitze bei einer Austragung im Sommer 2022 in die Kritik. Viele Experten plädieren für eine Verlegung in den Winter, darunter auch UEFA-Präsident Michel Platini (Frankreich).

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