Bundesliga

Wiedererstarkte Wölfe klettern auf Platz fünf

Der wiedererstarkte VfL Wolfsburg hat seine Erfolgsserie mit einem souveränen Sieg fortgesetzt und ist auf den fünften Tabellenplatz geklettert. SID-IMAGES/Firo/

Freiburg - Auch nach dem Sprung der Wölfe auf Platz fünf wollte Dieter Hecking noch nichts vom Europapokal hören. "Wir müssen aufpassen, dass wir nicht zu viel träumen", mahnte der Trainer der Wölfe nach dem souveränen 3:0 (2:0) beim SC Freiburg bei Sky: "Wir müssen hart arbeiten, dann sind wir auch nur schwer zu schlagen."

Der seit nunmehr sieben Punktspielen ungeschlagene Meister von 2009 setzte seine Erfolgsserie im Breisgau souverän fort - allerdings erst nach einem "Weckruf" des Coaches. Denn Hecking hatte das Abschlusstraining am Samstag abgebrochen, weil er "zu viel Lethargie" erkannt hatte. Es folgte eine lautstarke Ansage, wie Sportdirektor Klaus Allofs berichtete.

"Manchmal muss man sie wachrütteln", meinte Hecking schmunzelnd, "aber ich habe auch das Vertrauen, dass meine Mannschaft den Schalter umlegen kann." Dieses Vertrauen rechtfertigte sein Team beim abstiegsbedrohten Europa-League-Starter, der seit sieben Monaten kein Heimspiel gewonnen hat.

Vier Tage nach dem Viertelfinal-Einzug im DFB-Pokal trafen Maximilian Arnold (8.), Ivica Olic (11.) und Marcel Schäfer (90.+1) für die deutlich überlegenen Wolfsburger. Die Freiburger, die am Mittwoch im Pokal-Achtelfinale ausgeschieden waren, bleiben auf dem Relegationsplatz und blicken nun auf ihr Endspiel um den Einzug in die K.o.-Runde der Europa League am Donnerstag gegen den FC Sevilla.

"Ich weiß nicht, was da am Anfang los war - keine Ahnung. Das ist sehr ärgerlich, denn es war nicht zum ersten Mal so", sagte Freiburgs Matthias Ginter: "Das Hauptproblem ist, dass wir uns am Anfang immer Konzentrationsfehler erlauben." Trainer Christian Streich war angesichts des erneuten Fehlstarts bedient. "Soll ich mich jetzt freuen?", fragte er im Sky-Interview, als er auf seine schlechte Stimmung angesprochen worden war.

Vor 22.800 Zuschauern dominierten die Wolfsburger die Anfangsphase. Den Niedersachsen war das Fehlen von Spielmacher Diego nicht anzumerken. Der Brasilianer, um den es immer wieder Transfergerüchte gibt, fiel kurzfristig wegen muskulärer Probleme aus. Das hinderte die Gäste nicht daran, mit einem frühen Doppelschlag in Führung zu gehen. Beim fünften Saisontor von Jungstar Arnold wie beim siebten Saisontreffer von Routinier Olic sah die Freiburger Defensive schlecht aus.

Nach dem Zwei-Tore-Rückstand waren die Gastgeber völlig verunsichert. Die Breisgauer leisteten sich weitere Abwehrschnitzer und hatten zunächst großes Glück, dass sie kein weiteres Gegentor kassierten.

Streich hatte schon nach rund 20 Minuten den Sündenbock für den schwachen Auftritt seines Teams gefunden. Er wechselte Abwehrchef Fallou Diagne aus und ersetzte ihn durch Routiner Pavel Krmas. Besser wurde es aber nicht, Slobodan Medojevic hatte kurz danach den dritten Wolfsburger Treffer auf dem Fuß (23.). Erst fünf Minuten später hatten die Freiburger durch Innenverteidiger Immanuel Höhn ihre erste vernünftige Chance. Kurz vor der Pause vergab VfL-Abwehrchef Naldo nach einem sehenswerten Freistoßtrick die Möglichkeit zur vorzeitigen Entscheidung (43.).

Kurz nach dem Seitenwechsel mussten die Gastgeber eine Hiobsbotschaft verkraften. Mittelfeldspieler Francis Coqelin wurde nach einem Foul Naldos mit Verdacht auf Bänderriss im Sprunggelenk vom Platz getragen (48.). Trotz dieses Rückschlags war bei den Freiburgern wesentlich mehr Zug drin als im ersten Abschnitt. Die Gäste blieben aber mit Kontern gefährlich. Ivan Perisic verpasste in der 55. Minute das dritte VfL-Tor. Eine Viertelstunde später vergab Matthias Ginter die Chance zum Anschluss (69.). Zudem traf Perisic auch noch die Latte (90.+1).

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