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Vogts beklagt Benachteiligung der kleineren Verbände

Ex-Bundestrainer Berti Vogts, der Deutschland 1996 zum letzten Titelgewinn führte, hat eine massive Benachteiligung der kleinen Verbände beklagt. SID-IMAGES/SID-IMAGES/FIRO/

Mönchengladbach - Ex-Bundestrainer Berti Vogts, der Deutschland 1996 zum letzten Titelgewinn führte, hat eine massive Benachteiligung der kleinen Fußball-Verbände beklagt. Der 67-Jährige, der zum Jahresende 2013 seinen Vertrag als Trainer von Aserbaidschan um zwei Jahre bis zur EURO 2016 in Frankreich verlängert hat, kritisiert die lange Zwangspause im Sommer. 

"Die FIFA hat den 5. März als letzten Länderspieltag festgelegt. Danach steht erst das erste Qualifikationsspiel zur EM 2016 am 7. September auf dem Programm. Vorher müssen de Vereine meine Spieler nicht freigeben", sagte der deutsche Europameister-Coach von 1996 dem SID.

Weiter führte der Weltmeister von 1974 aus: "Jogi Löw hat aber im Mai noch drei Testspiele und dann hoffentlich sieben Spiele bei der WM. Weshalb dürfen Verbände ab beispielsweise Platz 50 in der Ranking-Liste nicht wenigstens ihre Spieler zu Trainingslagern anfordern? Das würde den WM-Betrieb ja nicht durch parallele Länderspiele, die sowieso keine weltweite Aufmerksamkeit auf sich ziehen würden, stören."

Auch mit der Champions League der UEFA ist Vogts unzufrieden: "Da dürfen Klubs mitspielen und das große Geld verdienen, die keine Champions sind. Die Meister der kleinen Ligen aber müssen im Sommer bis zu sechs Spielen austragen, um sich für die Gruppenphase zu qualifizieren. Da werden die Reichen doch nur noch reicher gemacht und die Entwicklungsländer laufen trotz aller Unterstützungen hinterher."

Sollte Fußball ein weltumspannend spannender Sport bleiben, müsse sich in Organisation und Struktur laut Vogts einiges ändern. Große Hoffnung hegt er allerdings nicht.

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