DFB-Pokal

VfB: Keine Spitzen gegen "Mercedes Bayern"

DFB-Pokalfinalist VfB Stuttgart hat gelassen auf die "Alkohol-Spitze" von Karl-Heinz Rummenigge von Endspielgegner Bayern München reagiert. SID-IMAGES/AFP/CHRISTOF STACHE

Stuttgart - DFB-Pokalfinalist VfB Stuttgart hat gelassen auf die "Alkohol-Spitze" von Endspielgegner Bayern München reagiert. "Das wundert mich, dass er das gesagt hat. Ein bisschen Respekt muss man vor seinen Gegnern schon haben. Andererseits habe ich auch Verständnis dafür, wenn man sich im Überschwang der Gefühle äußert", sagte Sportvorstand Fredi Bobic der Sport Bild.

Coach Bruno Labbadia ergänzte in den Stuttgarter Nachrichten: "Wenn der kommende Gegner einen Tag hatte, an dem mit dem Gewinn der Champions League so viel Druck abgefallen ist, dann kann man über so einen Spruch auch mal einfach hinwegsehen. Wir haben heutzutage doch schon genug Zirkus, da braucht es keine gewollten Wortgefechte."

Der Münchner Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hatte am Abend des Triumphs in der Königsklasse bei seiner Bankettrede gesagt, der FCB hätte gegen den VfB auch "mit 1,8 Promille" noch eine Chance.

Bobic warnte davor, mit zu viel Respekt ins Spiel zu gehen. "Wer Angst hat, sollte golfen gehen!" Trainer Labbadia indes sieht den dreimaligen Pokalsieger (1954, 1958, 1997) klar in der Rolle des Außenseiters und bemühte einen Vergleich aus der Automobilbranche, um den Klassenunterschied zu veranschaulichen. Der "kleine Fahrzeughersteller" könne sich "nicht mit Mercedes-Benz vergleichen", sagte er, und flüchtete sich in Sarkasmus. "Wir haben uns in den vergangenen Tagen tatsächlich überlegt, ob wir überhaupt antreten sollen."

Ernsthaft fügte er an: "Es ist viel zu schön, ein Finale zu spielen. Wir glauben daran, dass man eine anscheinend übermächtige Mannschaft an einem perfekten Tag auch mal schlagen kann." Am Samstag (20.00 Uhr/ARD und Sky) brauche es "eine absolut geschlossene Mannschaft, dazu ein paar Spieler - am besten alle -, die über sich hinauswachsen". Außerdem, sagte Labbadia, dürften die Bayern "nicht ihren allerbesten Tag haben".

Unabhängig vom Ausgang des Duells im Olympiastadion wünscht sich Labbadia, dass der VfB künftig sein "großes Potenzial" noch mehr nutzt. "Wir haben jetzt ein gutes Fundament, davon will ich profitieren, deshalb habe ich meinen Vertrag (bis 2015, d.Red.) verlängert."

Dieses Fundament werde durch mehr als die bisher feststehenden fünf Neuzugänge erweitert, betonte Labbadia. "Wir werden aber die Zeit bis zum 31. August auf dem Transfermarkt noch nutzen, denn wir wollen wieder echten Konkurrenzkampf im Kader, der auch die Spieler voranbringen wird, die schon hier sind. Klar ist: Der eine oder andere muss jetzt eine Entwicklung machen - auf dem Platz und als Persönlichkeit."

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