Bundesliga

Verzögerung: Bluttests noch nicht zum Saisonstart

Berlin - Mit den angekündigten Blutkontrollen beim Doping-Nachweis in der Fußball-Bundesliga kann nicht zum Start der neuen Spielzeit am Wochenende begonnen werden. Zunächst hatte die Deutsche Fußball Liga (DFL) gehofft, zumindest einen Teil der neuen Tests zum Liga-Start zu starten.

SID-IMAGES/AFP/FABRICE COFFRINI

Berlin - Mit den angekündigten Blutkontrollen beim Doping-Nachweis in der Fußball-Bundesliga kann nicht zum Start der neuen Spielzeit am Wochenende begonnen werden. Zunächst hatte die Deutsche Fußball Liga (DFL) gehofft, zumindest einen Teil der neuen Tests zum Liga-Start zu starten.

"Die Gespräche zwischen DFB und NADA laufen noch. Wir hoffen, dass die Tests im Laufe der Saison zum frühestmöglichen Termin starten können", sagte Ligaverbands-Präsident Reinhard Rauball in Berlin nach seiner Wiederwahl für drei Jahre.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) haben keinen direkten Einfluss auf den Einsatz der neuen Kontrollen, die sowohl im Training als auch am Spieltag vorgenommen werden sollen. Die Lenkung der Kontrollen geschieht durch die Nationale Anti Doping Agentur (NADA). Rund 15 Prozent der Kontrollen sollen per Bluttest durchgeführt werden. Bislang gab es in der Bundesliga nur Urin-Kontrollen.

Derweil lobte Michael Vesper, Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), die deutschen Fußball-Organe für die geplante Ausweitung der Kontrollsysteme. "DFB und DFL bekennen sich voll und ganz zum Anti-Doping-Kampf. Der DFB ist voll in das Trainingskontrollsystem der NADA eingebunden, da gibt es keine Andersbehandlung oder Ausnahme", sagte Vesper dem SID. Urinkontrollen seien nicht schlechter als Blutkontrollen, sie ergäben sogar ein breiteres Spektrum, "aber nicht alles, was man mit Blut untersuchen kann. Es ist sinnvoll, und das macht die NADA vermehrt, beide Kontrollen zu verbinden und zu einer intelligenteren Systematik zu kommen. Da arbeitet der Fußball voll und ganz mit."

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