Confed-Cup | 17.06.2013

Verkehrschaos verärgert Fans in Recife

Während Weltmeister Spanien beim 2:1 über Uruguay in der Arena Pernambuco spielerisch glänzte, fiel die Confed-Cup-Stadt Recife beim ersten Transporttest der Fans glatt durch.

Recife - Verkehrschaos in Recife: Während Fußball-Weltmeister Spanien beim 2:1 über Uruguay in der Arena Pernambuco spielerisch glänzte, fiel die Confed-Cup-Stadt Recife beim ersten großen Transporttest der Fans glatt durch. Staus auf den Straßen, überfüllte Metros, weite Fußmärsche machten An- und Abreise der 41.705 Zuschauer zu einem einzige Ärgernis.

Ob Fans oder Journalisten, wer, wie die lokalen Organisatoren eindringlich gebeten hatten, auf öffentliche Verkehrsmittel setzte, brauchte viel Geduld. Die Metro konnten den Ansturm an den zwölf Stationen kaum bewältigen, an der viel zu kleinen Endstation ballte es sich gefährlich. Von da an ging es sogar erst mit Bussen weiter und der letzte Kilometer dann zu Fuß.

Wer mit dem Auto oder Taxi die 19 Kilometer vom Stadtzentrum bis zur auf der grünen Wiese neu erbauten Arena in Angriff nahm, blieb auf der einzigen Zufahrtsstraße, die vorerst nur zweispurig ist, stecken. Fast eineinhalb Stunden Fahrt an einem Sonntag ohne Berufsverkehr. Der Auftritt von Andrés Iniesta und Co. war da nur eine kleine Entschädigung.

Die lokalen Organisatoren sprachen am Montag jedoch nur von kleineren Schwierigkeiten. "Es ist nicht einfach, zu diesem Stadion zu gelange, es handelt sich hier um ein sehr ambitioniertes Projekt der Stadtentwicklung, aber es hat funktioniert", sagte OK-Sprecher Saint-Clair Milesi. Dennoch hätten die Behörden im Bundesstaat Pernambuco zugesichert, beim nächsten Spiel in Recife am Mittwoch zwischen Italien und Japan den Fans zusätzliche Verkehrsmittel zur Verfügung zu stellen, um zur Arena zu gelangen.

Einige Zuschauer, die sich zur Arena durchgeschlagen hatten, fanden dort ein weiteres Problem vor: Ein wichtiges Einlasstor war einfach nicht zu öffnen. Es habe "kleinere Probleme" mit einem Tor gegeben, räumte Milesi ein: "Wir hatten da ein technisches Problem mit einem Schlüssel oder sowas. Aber das war schnell gelöst. Es hat leider eine Verzögerung gegeben, aber es waren alle Fans rechtzeitig zum Spiel drin. Es ist halt ein neues Stadion, sowas passiert."

Ricardo Leitão, WM-Staatssekretär von Pernambuco, gab die Schuld an das nationale Transport-Unternehmen Companhia Brasileira de Trens Urbanos (CBTU) weiter. "Die Endstation Cosme und Damião unterliegt dem Verantwortungsbereich der CBTU und damit der Bundesregierung. Wenn es zu operativen Fehlern kommt, werden wir bei dem Unternehmen Besserungen einfordern. Und angesichts der vielen Beschwerden, die wir erhalten haben, steht klar fest, dass Fehler aufgetreten sind."

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