UEFA | 19.09.2013

UEFA-Verbände gegen Sommer-WM 2022

Die europäischen Fußball-Verbände sind einheitlich gegen die Austragung der umstrittenen Wüsten-WM 2022 in den Sommermonaten.

Dubrovnik - Die europäischen Fußball-Verbände sind einheitlich gegen die Austragung der umstrittenen Wüsten-WM 2022 in den Sommermonaten. "Es gab einige Vorbehalte gegen die WM in Katar, aber alle haben zugestimmt, dass es unmöglich ist, in der Hitze des Sommers zu spielen", sagte Jim Boyce (69), Vize-Präsident des Weltverbandes FIFA, am Rande einer Sitzung der 54 Präsidenten und Generalsekretäre der UEFA-Mitgliedsverbände in Kroatien bei Sky Sports.

Die Verbände haben sich jedoch laut Boyce ebenso eindeutig gegen eine vorschnelle Entscheidung der FIFA zum genauen Austragungszeitpunkt ausgesprochen. FIFA-Boss Joseph S. Blatter (77) will die WM im November/Dezember spielen lassen und war sich bislang anscheinend sicher, diese Entscheidung schon in der Exekutivkomitee-Sitzung am 3. und 4. Oktober durchdrücken zu können. UEFA-Präsident Michel Platini (58) favorisiert eine Endrunde im Januar/Feburar 2022.

"Die Mitgliedsverbände wollen im Oktober sehen, dass die FIFA eine Task Force einsetzt, jeden Beteiligten mitnimmt und am Ende die beste Lösung mit minimalen Problemen findet", sagte Boyce: "Es ist enorm wichtig, dass wir das regeln. Das Wichtigste ist, dass wir eine WM haben, zu der alle Zuschauer kommen und die Spiele genießen können."

Der nordirische Vize von Blatter zeigte sich "zuversichtlich" für eine von allen Beteiligten befürwortete Entscheidung und räumte sogar ein, er sei "persönlich für Ende Januar/Anfang Februar. Viele Ligen in Europa haben Pause." Kritik an der möglichen Winter-WM 2022 war vor allem aus der englischen Premier League laut geworden, das Exko der UEFA will am Freitag in Dubrovnik eine Stellungnahme dazu abgeben.

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