U21 | 12.06.2013

U21 beendet EM mit Sieg gegen Russland

Kleines Trostpflaster zum EM-Abschied: Die deutschen U21-Junioren haben bei der Endrunde in Israel im letzten Gruppenspiel doch noch den ersten Sieg eingefahren.
Text: SID Bild: SID-IMAGES/AFP/JACK GUEZ

Netanya - Kleines Trostpflaster zum EM-Abschied: Die deutschen U21-Junioren haben bei der Endrunde in Israel im letzten Gruppenspiel doch noch den ersten Sieg eingefahren. Die Mannschaft von DFB-Trainer Rainer Adrion bezwang Russland am Ende verdient mit 2:1 (1:1), Chancen auf das Halbfinale hatte der deutsche Nachwuchs schon vor dem Anpfiff nicht mehr.

Patrick Herrmann (35.) und Sebastian Rudy (69., Foulelfmeter) trafen in Netanya für die deutsche Auswahl. Zuvor hatte Alan Dsagojew (22.) die Russen, die nach einem Platzverweis gegen Georgij Schtschennikow (39.) zu zehnt spielten, in Führung gebracht. Von den starken Leistungen in der Qualifikation war das DFB-Team in dem sportlich unbedeutenden Spiel aber wie schon gegen die Niederlande (2:3) und Spanien (0:1) weit entfernt.

Angeführt von Kapitän Lewis Holtby, der wie 13 weitere Spieler zum letzten Mal im Trikot der U21 auflief, begann die deutsche Mannschaft engagiert und kampfstark. Das DFB-Team ließ den Gegner in den ersten Minuten laufen und störte früh, ohne belohnt zu werden: In der 8. Minute hatte der Hoffenheimer Kevin Volland die Führung auf dem Fuß, sein Schuss nach Vorarbeit von Christian Clemens (1. FC Köln) war jedoch zu unplatziert.

Nach einer weiteren Chance durch den Gladbacher Herrmann (13.) verflachte die Partie immer mehr. Während die "Sbornaja" am russischen Nationalfeiertag nun mutiger wurde, lief Deutschland immer häufiger dem Gegner hinterher. Ein Durcheinander in der umgestellten deutschen Abwehr nutzte der 27-malige A-Nationalspieler Dsagojew, um mit einem platzierten Linksschuss das 1:0 zu erzielen.

Immerhin: Das Gegentor wirkte wie ein Weckruf, die DFB-Auswahl fand zurück ins Spiel und schaffte prompt den Ausgleich. Nach schöner Vorarbeit von Volland traf Herrmann aus kurzer Distanz. Der nächste Rückschlag folgte wenig später, als Holtby verletzt am Spielfeldrand liegen blieb und zur Pause ausgewechselt werden musste.

Im zweiten Durchgang bot sich der deutschen Mannschaft dank der Überzahl viel Platz, den allen voran Sebastian Polter (1. FC Nürnberg) nach einem Alleingang zunächst nicht nutzen konnte. Wenig später war es dann doch so weit: Rudy erzielte per Strafstoß sein zweites Turniertor. Taras Burlak hatte Herrmann am Trikot gezogen. In der Schlussphase vergab die nun überlegene deutsche Mannschaft gleich mehrfach die Chance auf weitere Treffer.

DFB-Trainer Adrion nahm im letzten EM-Spiel drei Veränderungen vor: Torhüter Oliver Baumann (SC Freiburg) sowie die Innenverteidiger Lasse Sobiech (Greuther Fürth) und Shkodran Mustafi (Sampdoria Genua) gaben ihr EM-Debüt. Zudem lief das DFB-Team erstmals im 4-1-2-3-System aus, Matthias Ginter (Freiburg) agierte als einzige "Sechs" vor der Abwehrkette.

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