Bundesliga

Traoré schürt Trainerdiskussion beim Ex-Klub

Stuttgart - Der VfB Stuttgart hat dank des Ex-Augsburgers Ibrahima Traoré das schwäbische Bruderduell gegen Schlusslicht FC Augsburg gewonnen und die Trainderdiskussion beim kleinen Nachbarn geschürt. Die Stuttgarter setzten sich am 14. Spieltag der Fußball-Bundesliga 2:1 (1:1) durch.

SID-IMAGES/AFP/DANIEL MIHAILESCU

Stuttgart - Der VfB Stuttgart hat dank des Ex-Augsburgers Ibrahima Traoré das schwäbische Bruderduell gegen Schlusslicht FC Augsburg gewonnen und die Trainderdiskussion beim kleinen Nachbarn geschürt. Die Stuttgarter setzten sich am 14. Spieltag der Fußball-Bundesliga 2:1 (1:1) durch. Durch die Niederlage, an der Traoré mit einem Tor und einer Vorlage maßgeblich beteiligt war, wird die Luft für FCA-Coach Markus Weinzierl immer dünner.

Traoré (11.) und Torjäger Vedad Ibisevic (69.) trafen für den VfB, der nach dem dritten Sieg im dritten Bundesliga-Spiel gegen Augsburg mit 19 Punkten im Mittelfeld der Tabelle rangiert. Ganz anders sieht es für die Augsburger, für die der Südkoreaner Ja-Cheol Koo traf (44.), aus. Der FCA, der bisher nur einen Sieg in der laufenden Saison feierte, wartet seit sieben Partien auf einen Erfolg und verliert mit lediglich sieben Zählern auf dem Konto das rettende Ufer immer mehr aus den Augen.

Den 38.940 Zuschauern in der Stuttgarter Arena wurde in den ersten Minuten äußerst magere Fußballkost serviert. Den Gastgebern, die am Sonntag im baden-württembergischen Derby eine deftige 0:3-Pleite beim SC Freiburg kassiert hatten, fiel in der Offensive nicht viel ein. Das erste Saisontor Traorés nach guter Vorarbeit von Vedad Ibisevic war gleichzeitig die erste gefährliche Szene der Partie.

Die Stuttgarter, die ohne Nationalstürmer Cacau (Kreuzbandriss) und Tim Hoogland (Knieprobleme) auskommen mussten, bestimmten nach der Führung das Geschehen. Die Augsburger, die am Sonntag nach vier Pleiten in Folge immerhin ein Remis (1:1) gegen Borussia Mönchengladbach geholt hatten, mussten in dieser Phase das zweite Gegentor befürchten. Die Gäste, bei denen Stammtorwart Simon Jentzsch, Dominik Reinhardt sowie Paul Verhaegh fehlten, wirkten in der Defensive unsicher und fanden in der Offensive kaum statt.

Der VfB stellte nach einer halben Stunde allerdings nur die etwas bessere von zwei schwachen Mannschaften. Insgesamt sahen die Besucher bei Dauerregen einen echten Langweiler. Auf dem nassen Rasen brachten die Profis kaum sehenswerte Spielzüge zustande. Das Mittelfeld wurde meist mit langen Pässen überbrückt, die Stürmer auf beiden Seiten konnten mit diesen Zuspielen aber nichts anfangen. Torchancen waren Mangelware.

Daran änderte im Grunde auch das zweite Saiontor des südkoreanischen Nationalspielers Koo nichts. Der Treffer der Gäste, der aus dem Nichts fiel, war nicht die Folge einer Chance. Das Tor aus großer Distanz gehörte eher in die Rubrik Sonntagsschuss am Mittwochabend. VfB-Torwart Sven Ulreich war mit den Fingern noch am Ball, konnte den Gegetreffer aber nicht verhindern.

Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie endlich Fahrt auf. Die Stuttgarter erhöhten das Tempo und den Druck. Traoré vergab per Kopf die Möglichkeit zur erneuten Führung (48.). Nur sieben Minuten späeter strich ein abgefälschter Schuss des Nationalspielers aus Guinea nur knapp über das Augsburger Tor. Nach knapp 70 Minuten wurde der VfB belohnt. Nach einem Freistoß Traorés erzielte Ibisevic per Kopf sein siebtes Saisontor.

Beste Spieler auf Seiten der Stuttgarter waren die Torschützen Ibisevic und Traoré. Bei den Augsburgern überzeugten Kapitän Daniel Baier und Koo.

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