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Tödliche Signalrakete: Sieben Fans wieder frei

Im Fall des von einer Signalrakete tödlich getroffen bolivianischen Fans sind nach 106 Tagen Untersuchungshaft sieben Angeklagte auf freien Fuß gesetzt worden. SID-IMAGES/AFP/VANDERLEI ALMEIDA

Oruro - Im Fall des von einer Signalrakete tödlich getroffen bolivianischen Fußballfans sind nach 106 Tagen Untersuchungshaft sieben Angeklagte aus Mangel an Beweisen auf freien Fuß gesetzt worden. Den übrigen fünf der insgesamt zwölf angeklagten Mitgliedern eines Fanklubs des Klubweltmeister SC Corinthians droht dagegen im Gefängnis der bolivianischen Stadt Oruro weiterhin die Anklage.

Die Corinthians-Anhänger waren am 20. Februar nach dem Libertadores-Cup-Spiel bei San José festgenommen worden, nachdem eine Leuchtrakete aus ihrem Tribünenbereich abgefeuert worden war. Das Geschoss hatte den 14 Jahren alten Kevin Espada tödlich im Gesicht getroffen.

Wenige Tage später hatte ein 17-Jähriger nach seiner Rückkehr in São Paulo gestanden, versehentlich die Rakete gezündet zu haben. Als Minderjähriger konnte jedoch keine Auslieferung des Geständigen nach Bolivien erfolgen. So blieben die zwölf Fans weiter in Haft.

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