Bundesliga | 15.08.2013

Stuttgart plant vorerst keinen Transfer

Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart wird auch angesichts des mindestens vierwöchigen Ausfalls von Kapitän Serdar Tasci vorerst auf einen Neueinkauf für die Defensive verzichten.

Stuttgart - Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart wird auch angesichts des mindestens vierwöchigen Ausfalls von Kapitän Serdar Tasci vorerst auf einen Neueinkauf für die Defensive verzichten. "Wir wissen, wer uns helfen könnte. Aber wir werden nicht sofort aktiv werden, sondern das Ganze in Ruhe angehen", sagte Sportvorstand Fredi Bobic am Donnerstag.

Im ersten Saisonheimspiel gegen Bayer Leverkusen (Samstag 15.30 Uhr/Sky) werden die Stuttgarter zunächst den Nachwuchskräften Antonio Rüdiger und Benedikt Röcker sowie Neuzugang Daniel Schwaab, der aus Leverkusen zum VfB kam, vertrauen. "Wir haben kein Problem, auf die Jüngeren zu setzen", sagte Bobic: "Das macht uns keine Bauchschmerzen." Neben Tasci muss der VfB auch den zweiten etatmäßigen Innenverteidiger Georg Niedermeier wegen eines Innenbandrisses im Knie längerfristig ersetzen.

Tascis Meniskusverletzung sorgt dennoch für Diskussionen bei den Schwaben. Der 26-Jährige hat sich entgegen des Rats der VfB-Vereinsärzte für eine konservative Therapie entschieden. "Serdar kann frei entscheiden, wie er sich behandeln lässt, aber aus meiner Sicht gibt es da noch Redebedarf", sagte Bobic. Der Klub hatte eine Arthroskopie empfohlen. "Wir wünschen ihm alles Gute und hoffen, dass es so funktioniert", fügte der 41-Jährige an.

Trainer Bruno Labbadia wollte den Konflikt nicht überbewerten. Für ihn sei ohnehin interessanter, wie man die personellen Probleme in der Abwehr am besten lösen könne. "Die Situation ist für keinen schön. Aber wir müssen und werden sie meistern. Das ist eine Herausforderung für uns", sagte Labbadia.

Nach der Auftaktniederlage in Mainz will sich der 47-Jährige vor dem Duell gegen "variable und konterstarke" Leverkusener keine Gedanken über einen eventuellen Fehlstart machen. "Ich habe mir heute morgen im Auto auch nicht überlegt, in welches Krankenhaus ich muss, wenn ich einen Unfall baue."

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