Bundesliga

Stuttgart beendet Pleitenserie im Krisenderby

Der VfB Stuttgart hat seine Pleitenserie im Krisenderby beendet und den direkten Klassenerhalt für 1899 Hoffenheim fast schon zur "Mission Impossible" gemacht. SID-IMAGES/AFP/DANIEL MIHAILESCU

Sinsheim - Der VfB Stuttgart hat seine Pleitenserie im baden-württembergischen Krisenderby beendet und den direkten Klassenerhalt für 1899 Hoffenheim fast schon zur "Mission Impossible" gemacht. Dank des frühen Treffers von Martin Harnik (3.) setzten sich die Schwaben nach zuletzt fünf Niederlagen in Folge zum Abschluss des 22. Spieltags der Fußball-Bundesliga 1:0 (1:0) im Kraichgau durch.

Durch die Niederlage hat der Drittletzte aus Hoffenheim, der nur eine der zurückliegenden zwölf Partien gewann, bereits zehn Punkte Abstand zum rettenden Ufer. Am Samstag muss Hoffenheim (16 Zähler) zum "Endspiel" um den Relegationsplatz beim Vorletzten in Augsburg (15) antreten.

Vor 28.750 Zuschauern in der Rhein-Neckar-Arena waren die Gastgeber, die auf sechs verletzte oder gesperrte Spieler verzichten mussten, zu Beginn nur körperlich auf dem Platz. Beim frühen Kopfball-Treffer von Harnik ließ sich zunächst Kapitän Andreas Beck auf dem Flügel von Vorbereiter Ibrahima Traoré düpieren, dann verlor die Innenverteidigung den österreichischen Nationalspieler aus den Augen.

Nach dem Gegentor wurde es aus Sicht der Kraichgauer, bei denen acht frühere VfB-Spieler unter Vertrag stehen, nicht besser. Traoré (8.) und der ehemalige Hoffenheimer Torjäger Vedad Ibisevic (13.) hätten die Führung der Schwaben, die am Donnerstag in der Europa League zum Rückspiel beim belgischen Vertreter KRC Genk antreten müssen (Hinspiel 1:1), sogar noch ausbauen können.

Die Hoffenheimer, bei denen der frühere Nationaltorwart Tim Wiese erneut nicht im Kader stand, waren auch Mitte der ersten Hälfte noch nicht richtig in der Partie. Der VfB hatte leichtes Spiel mit dem ganz schwachen Gegner, der keine nennenswerte Offensivaktion zustande brachte. Ganz im Gegenteil: In der 27. Minute brannte es nach einem Vorstoß von Harnik wieder lichterloh im eigenen Strafraum. Zu diesem Zeitpunkt hatte 1899-Trainer Marco Kurz seine Reservisten bereits zum Aufwärmen geschickt.

Erst gegen Ende des ersten Durchgangs wurden die lethargischen Hoffenheimer etwas besser. Der Deutsch-Spanier Joselu vergab in der 38. Minute die einzige vielversprechende Chance der Gastgeber vor der Pause.

In der Kabine schien Coach Kurz die richtigen Worte gefunden zu haben. Zu Beginn des zweiten Durchgangs wirkten die Hoffenheimer wesentlich lebendiger. Bei einem Freistoß von Kevin Volland musste der Stuttgarter Torwart Sven Ulreich sein Können unter Beweis stellen (50.).

Vier Minuten später versuchte Kurz, seinem Team durch die Einwechslung von Tobias Weis und Eren Derdiyok einen zusätzlichen Schub zu verleihen. Diese Maßnahme wäre allerdings fast nach hinten losgegangen. Traoré hatte den zweiten VfB-Treffer auf dem Fuß (55.). Neun Minuten später vergab Joselu auf der Gegenseit die große Möglichkeit zum Ausgleich.

Beste Spieler auf Seiten der Stuttgarter waren Traoré, Innenverteidiger Georg Niedermeier und Ulreich. Bei Hoffenheim hinterließen Kevin Volland und der Argentinier David Abraham den besten Eindruck.

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