EM | 23.05.2012

Streit um russisches EM-Quartier in Warschau

Die Quartierwahl der russischen Fußball-Nationalmannschaft für die Europameisterschaft in Polen und der Ukraine (8. Juni bis 1. Juli) sorgt im Vorfeld des Turniers für Spannungen.

Warschau - Die Quartierwahl der russischen Fußball-Nationalmannschaft für die Europameisterschaft in Polen und der Ukraine (8. Juni bis 1. Juli) sorgt im Vorfeld des Turniers für Spannungen. Der russische Verband RFS hat für seine Auswahl eine Etage des Warschauer Bristol Hotels in der Nähe des Präsidentenpalasts gebucht, wo am Zehnten jedes Monats politische Aktivisten des verstorbenen Präsidenten Lech Kaczynski gedenken. Dieser kam am 10. April 2010 mit anderen Regierungsmitgliedern bei einem Flugzeugabsturz im russischen Smolensk ums Leben. Die Umstände des Unfalls belasten die Beziehung zwischen den Ländern bis heute.

"Wir haben dem russischen Team vier andere Quartiere vorgeschlagen", sagte eine Sprecherin des polnischen Sportministeriums. Polen befürchtet wegen der räumlichen Nähe politisch motivierte Zwischenfälle am 10. Juni, zwei Tage nach dem Start der EURO. Der RFS weigert sich bislang allerdings, das Quartier zu wechseln. "Unsere Mannschaft wird in dem Hotel wohnen, das wir gebucht haben", sagte RFS-Sprecher Nikolaj Komarow: "Wir lassen uns nicht zwingen, unsere Pläne zu ändern. Wir sind uns sicher, dass die Organisatoren für die höchstmögliche Sicherheit sorgen."

Co-Gastgeber Polen und Russland treten bei der EM in Vorrunden-Gruppe A zusammen mit Griechenland und Tschechien an und treffen am 12. Juni in Warschau aufeinander.

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