Bundesliga

Stoiber kritisiert Postkarten-Aktion der Jusos

Bayern-Aufsichtsrat Edmund Stoiber hat die Jungsozialisten und SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück wegen der Postkarten-Aktion im Zusammenhang mit Uli Hoeneß scharf kritisiert. SID-IMAGES/Firo/

München - Bayern-Aufsichtsrat und CSU-Ehrenvorsitzender Edmund Stoiber (71) hat die Jungsozialisten und auch SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück wegen der Postkarten-Aktion im Zusammenhang mit dem Münchner Vereinspräsidenten Uli Hoeneß scharf kritisiert.

"Dies ist ein beispielloser Vorgang. Es ist unakzeptabel, den Fußball auf diese Weise parteipolitisch zu missbrauchen. Das sind die Geister, die Steinbrück mit seinen Wahlkampf-Angriffen auf den Präsidenten des FC Bayern München gerufen hat. Wer durch seine Äußerungen zu einer solchen Hetzkampagne ermuntert, ist als Kanzler und Integrationsfigur ungeeignet", ließ der ehemalige bayrische Ministerpräsident und Kanzlerkandidat am Samstag über seinen Sprecher verlauten.

Die SPD wollte sich am 3. Bundesliga-Spieltag am Samstag und Sonntag die Abneigung einiger Fußball-Fans gegenüber Präsident Uli Hoeneß von Bayern München im Bundestagswahlkampf zu Nutze machen. Die Jungsozialisten wollten vor einigen Bundesliga-Stadien Postkarten verteilen, die Hoeneß beim Handschlag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigen. Merkel wird darauf in Anspielung auf Hoeneß' Steueraffäre der Spruch in den Mund gelegt: "Glückwunsch, Uli! Wir Steuern das schon."

Hintergrund der Aktion: Die SPD mit ihrem Spitzenkandidaten Steinbrück fordert im Wahlkampf ein härteres Vorgehen gegen Steuersünder. Steinbrück hatte Hoeneß vor einigen Wochen aufgefordert, das Amt als Aufsichtsratsvorsitzender des FC Bayern wegen der Steueraffäre "mindestens ruhen zu lassen".

Beim FC Bayern und auch den meisten Bundesligisten stößt die Aktion erwartungsgemäß auf wenig Verständnis. "Über die Art und Weise dieses Wahlkampfes muss man nicht groß diskutieren. Je mehr man darüber spricht, desto wichtiger macht man es", sagte Mediendirektor Markus Hörwick.

Eine Sprecherin der SPD betonte, die Aktion sei keine Kampagne der SPD. Der Grafikdesigner Klaus Staeck habe die Karten gestaltet, die Jusos verteilten diese lediglich.

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