International | 25.11.2012

St. Petersburg erwägt Rückzug aus russischer Liga

Frustriert über die drakonischen Strafen des russischen Fußballverbandes RFU hat Titelverteidiger Zenit St. Petersburg mit einem Ausstieg aus der russischen Meisterschaft gedroht.

St. Petersburg - Frustriert über die drakonischen Strafen des russischen Fußballverbandes RFU hat Titelverteidiger Zenit St. Petersburg mit einem Ausstieg aus der russischen Meisterschaft gedroht. Stattdessen erwäge man die Gründung einer eigenen Liga mit Mannschaften aus den GUS-Staaten. Wegen Ausschreitungen von Zenit-Rowdys beim Skandalspiel gegen Dynamo Moskau, Klub von Ex-Nationalspieler Kevin Kuranyi, muss der Klub von Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer seine nächsten beiden Heimspiele unter Ausschluss der Zuschauer bestreiten.

"Ja, vielleicht werden wir in einem anderen Wettbewerb starten. Ich bin ein großer Verfechter der Idee einer GUS-Liga", sagte Alexej Miller, Vorstandsvorsitzender des russischen Konzerns Gazprom, dem Haupt-Anteilseigner des Klubs: "Wenn die Zeit dafür reif ist, werden wir aktiv und die nötigen Schritte mit den Personen, die das Konzept unterstützen, einleiten."

Der RFU hatte die Begegnung gegen Moskau mit 0:3 als verloren für St. Petersburg gewertet. Beide Vereine wurden zudem mit einer Geldstrafe von umgerechnet gut 12.000 Euro belegt. Die nächsten beiden Heimspiele bestreitet das Team gegen Spitzenreiter ZSKA und das zweitplatzierte Anschi Machatschkala.

Die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) war ein Zusammenschluss verschiedener Nachfolgestaaten der einstigen Republiken der früheren UdSSR.

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