DFB Pokal | 24.09.2013

Son und Sam schießen Bayer ins Achtelfinale

Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen hat das Achtelfinale im DFB-Pokal erreicht. Die Werkself schlug Arminia Bielefeld mit 2:0 (0:0).
Text: SID Bild: SID-IMAGES/Firo/

Bielefeld - Das ist gerade nochmal gut gegangen: 10-Millionen-Mann Heung Min Son und Nationalspieler Sidney Sam haben Bayer Leverkusen ins Achtelfinale des DFB-Pokals geführt. Beim Zweitliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld gewann der Champions-League-Teilnehmer erst nach einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang mit 2:0 (0:0). Der Südkoreaner Son brach am Ende einer anstrengenden Woche mit Spielen in Manchester, Mainz und Ostwestfalen in der 62. Minute den Bann, der eingewechselte Sam (89.) setzte den Schlusspunkt.

Bei der Auslosung am Samstag durch Bundestrainer Joachim Löw hofft Bayer nach elf Auswärts-Aufgaben in Serie nun auf das erste Heimspiel im deutschen Cup-Wettbewerb seit viereinhalb Jahren. Der Tabellendritte der zweiten Liga verpasste den ersten Achtelfinal-Einzug seit sechs Jahren, verkaufte sich aber teuer.

Bayer-Trainer Sami Hyypiä hatte rotieren lassen und ging damit Risiko. In Stefan Kießling und Sam hatte der Finne seine beiden besten Scorer zunächst auf die Bank gesetzt. In der Liga hatten die beiden bisher neun von 15 Bayer-Toren erzielt, in der ersten Pokal-Runde beim SV Lippstadt 08 vier von sechs. Für Kießling begann der bei 1899 Hoffenheim noch zur umstrittenen "Trainingsgruppe 2" gehörende Eren Derdiyok - und enttäuschte, sodass Kießling in der 66. Minute doch noch ins Spiel kam. Sam folgte sieben Minuten später.

Im Vorfeld hatte die Arminia Bayer mit frechen Plakaten ("Mögliche Risiken und Nebenwirkungen: Unangenehmes Ausscheiden") provoziert, was Bielefelds Trainer Stefan Krämer gar nicht lustig gefunden hatte ("So einen starken Gegner muss man nicht noch zusätzlich motivieren").

Doch so frech und respektlos wie auf den Plakaten begann auch Krämers Team. Angetrieben von den lautstarken 23.709 Zuschauern suchte der Außenseiter von Beginn an seine Chance. In der vierten Minute bugsierte Abwehrchef Manuel Hornig den Ball ins Tor, doch Schiedsrichter Florian Meyer erkannte den Treffer wegen Foulspiels nicht an. Zwei Minuten später schoss Bayer-Kapitän Simon Rolfes aus drei Metern übers Tor.

Nach der frühen Auswechslung von Bielefelds Aufstiegsheld Sebastian Hille (7.) gewann Bayer über Ballbesitz etwas Kontrolle über das Spiel. Doch die selbst in der Liga oft konternden Rheinländer hatten Probleme, ihre Dominanz in Torchancen umzumünzen. Die Arminia hielt weiter stark dagegen und war ein weitgehend ebenbürtiger Gegner.

Dennoch ließ Hyypiä Kießling und Sam auch nach der Pause zunächst auf der Bank. Doch langsam aber sicher kam der Favorit zu Chancen. Nach einer Stunde traf Stefan Reinartz aus 20 Metern noch das Lattenkreuz, wenige Sekunden später bediente Lars Bender nach einer schönen Einzelleistung Son, der mit dem Außenrist vollstreckte. In der 73. Minute hatte Christian Müller die große Chance zum Ausgleich, köpfte aber knapp daneben.

Neben dem ganz starken "Sechser" Tom Schütz überzeugte beim Zweitligisten vor allem Hornig. Bayer hatte in Son und dem auf der ungewohnten Linksverteidiger-Position agierenden 5-Millionen-Mann Emre Can seine besten Spieler.

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