England

Sir Alex Ferguson feiert Abschied

Sir Alex Ferguson hat nach seinem letzten Heimspiel als Teammanager von Manchester United emotional Abschied gefeiert. SID-IMAGES/AFP/ANDREW YATES

Manchester - Sir Alex Ferguson hat nach seinem letzten Heimspiel als Teammanager von Manchester United emotional Abschied gefeiert. Der 71-Jährige hielt unmittelbar nach dem 2:1 (1:1)-Sieg gegen Swansea City im strömenden Regen auf dem Rasen von Old Trafford am Sonntag sichtlich gerührt seine Abschiedsrede. Wenig später nahm Ferguson, der die Geschicke des englischen Fußball-Rekormeisters fast 27 Jahre lang gelenkt hat, die Trophäe für die 13. Meisterschaft und den 38. Titel insgesamt unter seiner Regie in Empfang.

Gemeinsam mit den Spielern, bei denen er sich einzeln bedankt hatte, tanzte Ferguson ausgelassen im rot-weißen Konfettiregen und stemmte immer wieder den riesigen Meisterpott in die Höhe. Die Anspannung, die ihm bei seinen Abschiedsworten anzumerken war, schien wie weggeblasen.

"Danke an euch alle, ihr wart fantastisch. Ich hatte das Glück, einige der größten Spieler zu trainieren. All diese Last-Minute-Siege, die Comeback-Erfolge, die großen Titel, auch die Niederlagen - all das gehört zu dem größten Klub, den es auf der Welt gibt", hatte Ferguson in einer kurzen, aber bewegenden Rede auf dem Rasen kurz nach dem Schlusspfiff gesagt. Den Titel mit United hatte er bereits vor drei Wochen perfekt gemacht.

Am Sonntag wollten die Standing Ovations nach Fergusons letzter großer Vorstellung im "Theater der Träume" kein Ende nehmen. Viele Fans im Stadion vergossen Tränen. Sein letztes Spiel als Boss von ManUnited bestreitet "Fergie" am kommenden Sonntag bei West Bromwich Albion. Danach tritt sein schottischer Landsmann David Moyes in Fergusons übergroßen Fußstapfen.

Mit Ferguson, der das Spiel wie immer Kaugummi kauend verfolgt hatte, sagte ein weiteres ManUnited-Urgestein goodbye: Paul Scholes, seit 20 Jahren im Klub und an 11 der 13 Premier-League-Titel unter Ferguson beteiligt, gab gemeinsam mit dem Coach seinen Ausstand. Natürlich durfte er noch einmal von Beginn an spielen, ein Tor war dem 38-Jährigen aber nicht mehr vergönnt.

Javier Hernandez (39.) brachte die Gastgeber in Führung. Nach dem Ausgleich durch Michu (49.) erzielte Rio Ferdinand gegen Swanseas deutschen Torwart Gerhard Tremmel den Siegtreffer (87.) und bescherte Ferguson ein Happy End in Old Trafford.

"Als Sir Alex seinen Abschied bekannt gegeben hat, waren wir alle traurig, aber dieser Tag ist wie ein Traum, der wahr geworden ist", sagte der niederländische Torjäger Robin van Persie.

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