Bundesliga

Shootingstar Arnold führt "Wölfe" auf Platz fünf

Senkrechtstarter Maximilian Arnold hat den VfL Wolfsburg in der Verfolgergruppe der Bundesliga etabliert und Eintracht Frankfurt in die Krise geschossen. SID-IMAGES/AFP/ODD ANDERSEN

Frankfurt/Main - Senkrechtstarter Maximilian Arnold hat den VfL Wolfsburg in der Verfolgergruppe der Fußball-Bundesliga etabliert und Eintracht Frankfurt in die Krise geschossen. Der 19-Jährige erzielte für die "Wölfe" in der 82. Minute das entscheidende Tor zum 2:1 (1:1) bei den Hessen, die nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz 16 haben. Der VfL ist dagegen nach dem dritten Sieg in Serie Fünfter - Arnold war an allen Erfolgen mit jeweils einem Tor entscheidend beteiligt.

Bamba Anderson (2.) hatte den Gästen zunächst per Eigentor zur frühen Führung verholfen, Alexander Meier sorgte in der 35. Minute mit einem direkt verwandelten Freistoß für den Ausgleich. Für den Torjäger war es der 51. Bundesliga-Treffer im Eintracht-Trikot. Kurz vor Arnolds Siegtor hätte es zudem Foulelfmeter für Wolfsburg geben müssen, Constant Djapka hatte Daniel Caligiuri klar zu Fall gebracht.

Die 44.300 Zuschauer hatten kaum Platz genommen, da verpasste Anderson den Frankfurter Hoffnungen auf den ersten Heimsieg der Saison gleich einen herben Dämpfer. Der Innenverteidiger fälschte eine Flanke des Ex-Frankfurters Patrick Ochs, der 18 Jahre am Main gespielt hatte, unhaltbar für seinen Keeper Kevin Trapp ins eigene Netz ab. Nur fünf Minuten später verpasste Ivan Perisic das zweite Tor der Gäste, sein Schuss strich knapp am rechten Pfosten vorbei.

Der frühe Rückstand verunsicherte die Eintracht sichtlich, teilweise ließ sich das Team von Trainer Armin Veh von den spielfreudigen "Wölfen" vorführen und brachte kaum eine gelungene Offensivaktion zustande. Auf der anderen Seite rettete Trapp gegen Slobodan Medojevic (11.). Die von den Fans in der Kurve geforderte Marschroute ("Der Ball ist rund und das Spiel dauert 90 Minuten. Eintracht heißt kämpfen bis zum Schluss.") schien die Spieler auf dem Platz in der ersten halben Stunde nicht zu erreichen.

Die Gäste verpassten es in dieser Phase jedoch auch, frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. Der Meister von 2009 schaltete zwei Gänge zurück und machte keine großen Anstalten, ein zweites Tor zu erzielen. Entsprechend hektisch gab Hecking von der Seitenlinie immer wieder Anweisungen an seine zuletzt so überzeugende Elf. Der Coach hatte nach dem 3:0 gegen Werder Bremen auf personelle Änderungen verzichtet, er musste aber nach 32 Minuten Spielmacher Diego ersetzen. Für den Brasilianer kam Daniel Caligiuri.

Nach 28 Minuten forderte der Eintracht-Anhang vehement einen Elfmeter, nachdem Luiz Gustavo eine Flanke im eigenen Strafraum mit angelegtem Arm gestoppt hatte. Sieben Minuten später entschied Referee Marco Fritz (Korb) ebenfalls zu Recht auf Freistoß für die Eintracht, den Meier aus 20 Metern sehenswert ins rechte Toreck setzte.

Nur kurz nach dem Wiederanpfiff verpasste Meier sein zweites Tor. Der Kapitän scheiterte per Kopf am stark reagierenden VfL-Keeper Diego Benaglio (48.). Auch in der Folge waren die Gastgeber zunächst das spielbestimmende Team, ohne aber wirklich gefährlich vor Benaglios Tor zu kommen. Den Gästen gelang es jedoch auch nicht, an die starke Anfangsphase anzuknüpfen - Torchancen blieben Mangelware.

Beste Spieler bei der Eintracht waren Meier und Sebastian Rode, bei den Gästen überzeugten Perisic und Arnold.

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