Bundesliga | 21.10.2013

Schickhardt: Hoffenheimer Argumentation chancenlos

Der renommierte Sportrechtler Christoph Schickhardt räumt der Argumentation von 1899 Hoffenheim in der juristischen Auseinandersetzung um das Phantom-Tor keine Chance ein.

Frankfurt/Main - Der renommierte Sportrechtler Christoph Schickhardt räumt der Argumentation des Fußball-Bundesligisten 1899 Hoffenheim in der juristischen Auseinandersetzung um das Phantom-Tor von Sinsheim keine Chance ein. "Zweifel des Schiedsrichters auf dem Weg zur Entscheidung sind unerheblich", sagte der Jurist bei Sky Sport News HD.

Der Hoffenheimer Profifußball-Leiter Alexander Rosen hatte den Einspruch gegen die Wertung des Punktspiels zwischen den Kraichgauern und Bayer Leverkusen (1:2) mit den von Schiedsrichter Felix Brych (München) geäußerten Zweifeln an der Entscheidung begründet. Aus diesem Grund fordern die Hoffenheimer ein Wiederholungsspiel.

"Wir berufen uns auf einen Regelverstoß des Schiedsrichters. In den Statuten steht: Ein Tor darf nicht gegeben werden, wenn Zweifel bestehen. Und Felix Brych hat im Interview nach dem Spiel Zweifel an seiner Entscheidung geäußert - und das fechten wir an", sagte Rosen.

Für Schickhardt ist klar, dass das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nur drei mögliche Urteile fällen kann. "Entweder das Ergebnis bleibt oder das Spiel wird wiederholt oder es wird anders gewertet", sagte der Sportrechtler. Den Vorschlag des Leverkusener Sportdirektors Rudi Völler, das Spiel ab der fraglichen Szene in der 70. Minute wiederholen zu lassen, bezeichnete Schickhardt als "völlig ausgeschlossen".

Der Leverkusener Stefan Kießling hatte den Ball neben den Pfosten geköpft, durch ein Loch im Netz landete der Ball aber dennoch im Tor. Das komplette Schiedsrichter-Gespann um Brych übersah dies und gab den Treffer, der keiner war.

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