EM | 10.06.2012

Russischer Verband verurteilt Fanverhalten

Der russische Fußball-Verband RFU hat am Sonntag in einer Erklärung das Verhalten einiger seiner Fans beim 4:1-Auftaktsieg in Breslau gegen Tschechien scharf verurteilt.

Kiew - Der russische Fußball-Verband RFU hat am Sonntag in einer Erklärung das Verhalten einiger seiner Fans beim 4:1-Auftaktsieg in Breslau gegen Tschechien scharf verurteilt. "Einige unserer Fans, die das Auftaktspiel der EURO 2012 besuchten, haben sich mit ihrem unehrenhaften Verhalten ins Abseits gestellt. Wir appellieren an all unsere Fans, die sich in Polen befinden: Bitte, denkt daran, dass ihr unser Land repräsentiert. Respektiert euch, euer Mutterland und eure Mannschaft", heißt es in dem Schreiben.

Einige der russischen Anhänger hatten offenbar auch Flaggen mit der Aufschrift "Russisches Reich" gehisst und damit die einheimischen Zuschauer und die tschechischen Fans provozieren wollen. "Wir sind der Überzeugung, dass solche Personen, die in Sportstätten solche politischen Positionen vertreten, nichts auf den Tribünen verloren haben", hieß es vonseiten der RFU.

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hatte ein Disziplinarverfahren gegen den RFU wegen des Fehlverhaltens russischer Fans eingeleitet. Die Anhänger der Sbornaja hatten während des ersten EM-Spiels der Russen gegen Tschechien (4:1) am Freitag in Breslau Feuerwerkskörper gezündet und den dunkelhäutigen Spieler Theodor Gebre Selassie mit Affenlauten rassistisch beleidigt. Außerdem wurden in Breslau Stadion-Ordner von russischen Hooligans attackiert.

Das Disziplinarverfahren, teilte die UEFA mit, beziehe sich "auf das Abbrennen und Werfen von Feuerwerkskörpern" sowie das Zeigen "unerlaubter Plakate". Der rassistische Vorfall, den die Organisation Football Against Racism in Europe (FARE) gemeldet hatte, werde untersucht. "Man hat Affenlaute einiger russischer Fans gegenüber Theodor Gebre Selassie gehört", sagte Rafal Pankowski, der der polnischen Vereinigung Never Again angehört. Diese ist Teil von FARE.

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