Bundesliga

Rummenigge: "Waren noch nie so gierig"

Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat die aktuelle Mannschaft auf eine Stufe mit dem Team von 2001 gestellt. SID-IMAGES/Pixathlon/

München - Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat die aktuelle Mannschaft auf eine Stufe mit dem Team von 2001 gestellt, das letztmals für den deutschen Fußball-Rekordmeister die Champions League gewann. "Die Gier war noch nie so groß bei Bayern - höchstens 2001. Die Mannschaft damals hatte auch diese Gier durch die dramatische Niederlage von 1999 in sich", sagte Rummenigge im AZ-Interview.

Noch immer sei durch die bittere Pleite im Finale 2012 "der Stachel drin. Er ist erst raus, wenn wir die Champions League irgendwann mal wieder gewinnen. Das habe ich selbst auf unserer Weihnachtsfeier gemerkt. Wir hatten neun Punkte Vorsprung in der Liga. Aber von Euphorie war nichts zu spüren. Es war ein Gefühl: weitermachen, weitermachen, weitermachen."

"Mehr Respekt" forderte Rummenigge indes in der Diskussion um die sogenannten Werksklubs in der Liga, nachdem Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke eine Debatte über Vereine wie Bayer Leverkusen oder den VfL Wolfsburg losgetreten hatte. "Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mir diese Diskussion nicht gefällt. Wir sollten nicht den Finger auf die Klubs richten, die vielleicht ein paar weniger Fans zu Auswärtsspielen bringen", sagte Rummenigge dem Kölner Express und fügte eine Spitze an: "Im Übrigen ist bei uns immer der Gästeblock voll, offensichtlich ist München attraktiv genug."

Bis die Bundesliga insgesamt für ausländische Stars attraktiv genug ist, wird laut Rummenigge noch eine Weile vergehen. "Erst wenn Financial Fairplay seriös umgesetzt wird, also ab dem 1. Juli 2014. Solange andere Klubs unseriös wirtschaften und Unsummen an Gehältern zahlen können, werden große Stars lieber nach Manchester, Paris oder Chelsea gehen. Weil eine Mentalität herrscht: mitnehmen, was mitzunehmen ist", sagte der frühere Nationalspieler der Münchner Abendzeitung.

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