WM | 08.08.2013

Rummenigge greift Kritiker Zwanziger an

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vom FC Bayern München hat den früheren DFB-Boss Theo Zwanziger wegen seiner andauernden Kritik an der Vergabe der WM 2022 an Katar angegriffen.

München - Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge von Fußball-Rekordmeister Bayern München hat den früheren DFB-Boss Theo Zwanziger wegen seiner andauernden Kritik an der Vergabe der WM 2022 an Katar angegriffen. Zwanziger vermittle den Eindruck, "es sei alles korrupt", sagte Rummenigge dem Fachmagazin kicker. "Aber er legt nicht einen einzigen Beweis auf den Tisch. Wenn er irgendwelche Erkenntnisse hat, dann soll er sie auf den Tisch bringen. Und wenn er keine hat, dann soll er einfach wieder ruhig sein."

Was Zwanziger mache, sei nicht gut, führte Rummenigge weiter aus, "auch nicht für den deutschen Fußball". Die Entscheidung pro Katar zurückzunehmen, sei unmöglich, "diese Naivität kann ich mir bei Theo Zwanziger wirklich nicht vorstellen", meinte Rummenigge. Zwanziger sprach zuletzt im Zusammenhang mit der Vergabe von einer "eklatanten Fehlentscheidung". Diese müsse rückgängig gemacht werden, anstatt durch die derzeit diskutierte Verschiebung des Turniers in den Winter "neue Belastungen für bisher Unbeteiligte zu verursachen".

Rummenigge (57) präsentierte das Modell von UEFA-Präsident Michel Platini für eine Verlegung der WM 2022 und weiterer Turniere, das er "eine Art Lego-System" nannte. In diesem könnten Blöcke mit Spielen der Klub- und Nationalmannschaften flexibel verschoben werden.

"Man hätte einen Zeitraum von drei bis vier Monaten exklusiv für den Klubfußball, dann wieder zum Beispiel einen Monat, wo nur Nationalmannschaft gespielt wird, für alle Qualifikations- und Freundschaftsspiele. (...) Nach dem Block für die Länderspiele würde man wieder die Ligen zu Ende spielen. Und zum Schluss würdest du den Spielern obligatorisch einen Monat Urlaub geben und den Trainern anschließend einen Monat Vorbereitung", führte Rummenigge aus. Die WM könnte dann mal im Winter, mal im Sommer stattfinden.

Der Bayern-Boss nannte die Idee "revolutionär", für die Fans am Anfang "vielleicht irritierend", aber auch attraktiv - vor allem für Deutschland. "Wenn wir im Sommer Bundesliga spielen, setzt du dich im T-Shirt da draußen hin, während du heute im Winter vermummt wie eine Mumie ins Stadion gehen musst."

Facebook, Twitter und Google+

Freund von 11FREUNDE werden