International

Ronaldo und Guardiola unterstützen Boateng

Der Zuspruch für den ehemaligen Fußball-Bundesligaprofis Kevin-Prince Boateng nach seinem eindeutigen Signal gegen Rassismus wird immer größer. SID-IMAGES/AFP/JAVIER SORIANO

Zürich - Der Zuspruch für den ehemaligen Fußball-Bundesligaprofis Kevin-Prince Boateng nach seinem eindeutigen Signal gegen Rassismus wird immer größer. Am Montag äußerten der portugiesische Superstar Cristiano Ronaldo und Star-Trainer Josep Guardiola Verständnis für Boatengs Entscheidung, nach rassistischen Beleidigungen in einem Testspiel mit dem AC Mailand den Platz verlassen zu haben.

"Das ist schlecht für alle, wenn so etwas passiert - für jeden Zuschauer, für jedes Kind im Stadion", sagte Ronaldo. Boatengs Entscheidung könne er verstehen, auch wenn er selbst nicht wüsste, wie er reagieren würde. "Das ist immer eine sehr persönliche Entscheidung. Das hängt von der Situation ab", sagte er. "Vielen Dank an Cristiano Ronaldo für die Unterstützung", antwortete Boateng umgehend via Twitter.

Guardiola, der im Sommer freiwillig vom Traineramt beim FC Barcelona zurückgetreten war, äußerte, dass der Kampf gegen den Rassismus "gemeinsam" geführt werden müsse. Das Spielfeld zu verlassen, sei eine Möglichkeit, die die jedes Team für sich entscheiden sollte.

Vor und während des Testspiels beim Viertligisten Pro Patria hatten Fans des Viertligisten Boateng und weitere dunkelhäutige Milan-Spieler mit Affen-Lauten beleidigt. Daraufhin unterbrach Boateng in der 26. Minute das Spiel, schoss den Ball in Richtung der Zuschauer und verließ den Platz. Seine Teamkollegen folgten Boateng, das Spiel wurde abgebrochen.

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