International

Ronaldinho bei Flamengo suspendiert

Der frühere Weltfußballer Ronaldinho ist von seinem Klub Flamengo Rio de Janeiro suspendiert worden, weil er ein Training und den Flug zu einem Testspiel verpasst hatte. SID-IMAGES/AFP/VANDERLEI ALMEIDA

Rio de Janeiro - Der Streit zwischen dem früheren Weltfußballer Ronaldinho und seinem Klub Flamengo Rio de Janeiro ist eskaliert. Zunächst suspendierte der Verein den brasilianischen Nationalspieler, weil der ein Training und den Flug zu einem Testspiel verpasst hatte. Kurz darauf erklärte Ronaldinhos Anwalt Gislaine Nunes, dass der Vertrag seines Klienten von einem Gericht aufgehoben worden sei. "Ronaldinho ist nicht länger ein Flamengo-Spieler", sagte er. Der einstige Ballzauberer hatte 17 Monate für den Klub gespielt.

Flamengo erklärte unterdessen, dass der Spieler vier Tage lang nicht zum Training erschienen sei und kündigte rechtliche Schritte an. "Wir haben die Vorgänge um Ronaldinho immer intern behandelt. Wir haben ein solches Verhalten nicht erwartet", sagte Präsidentin Patricia Amorim: "Unsere Rechtsabteilung wird Maßnahmen ergreifen, um die Interessen des Vereins zu schützen."

Vize-Präsident Paulo Cesar Coutinho hatte zuvor im Gespräch mit Fans erklärt: "Ich dachte, er sei wegen der Probleme mit seiner Mutter nicht gekommen, aber er hat auch nicht auf Anrufe geantwortet." Der 32-jährige Ronaldinho hatte nach einem schwachen Auftritt in einem Freundschaftsspiel am vorigen Samstag die Erlaubnis erhalten, zu seiner gesundheitlich angeschlagenen Mutter zu reisen. Der frühere Star des FC Barcelona war aber nicht wie vereinbart am Mittwoch zum Training und zum Abflug nach Teresina im Nordosten Brasiliens erschienen.

Zwischen Ronaldinho und Flamengo hatte es zuletzt bereits gekriselt. Der Klub war wie Nationaltrainer Mano Menezes nicht zufrieden mit den Leistungen des Offensivmannes. Im Gegenzug hatte Ronaldinhos Bruder und Berater Roberto de Assis Moreira den Verein bezichtigt, das Gehalt nicht pünktlich zu zahlen.

Hinweis: Wenn Du feststellst, dass hier rechtes Gedankengut verbreitet wird, Nutzer diskriminiert werden oder die Diskussion einen unschönen Ton annimmt, dann informiere uns bitte per Mail! Wir werden dann gegebenenfalls eingreifen. Diskussionen bei 11FREUNDE sollen sportlich und sauber ablaufen!