DFB-Pokal | 04.12.2013

Robben öffnet Tür ins Viertelfinale

Triple-Gewinner Bayern München steht im Viertelfinale des DFB-Pokals. Beim FC Augsburg setzte sich die Mannschaft von Pep Guardiola mit 2:0 (1:0) durch.

Augsburg - Auch ein früher Ausfall von Arjen Robben hat Bayern München nicht von seinem Erfolgsweg abgebracht. Der Fußball-Rekordmeister ist mit einem glanzlosen 2:0 (1:0) im bayerischen Duell beim FC Augsburg ins Viertelfinale des DFB-Pokals eingezogen und darf weiter vom erneuten Gewinn des Triples träumen. Die über 52 Jahre währende Durststrecke der Schwaben gegen den FC Bayern setzte sich hingegen fort.

Robben erzielte bereits in der 4. Minute den Führungstreffer, musste jedoch schon nach 16 Minuten nach einer rüden Attacke von FCA-Torwart Marwin Hitz verletzt aus dem Spiel. Der Niederländer wurde auf einer Trage aus dem Stadion gebracht. Nach Angaben des Vereins zog er sich eine klaffende und tiefe Risswunde am rechten Knie zu. In der 78. Minute sorgte der für Robben eingewechselte Nationalspieler Thomas Müller in einer hitzigen Begegnung für die Entscheidung.

Der FC Bayern, der sich auch auf einen extrem aufmerksamen Manuel Neuer im Tor verlassen konnte, bleibt damit inmitten des dichtgedrängten Programms vor der Winterpause auf (Rekord-)Kurs. Bis Weihnachten absolviert die Mannschaft von Pep Guardiola noch fünf Pflichtspiele in Bundesliga, Champions League und bei der Klubweltmeisterschaft in Marokko.

Augsburg begann gegen den scheinbar übermächtigen Gegner wie von Trainer Markus Weinzierl angekündigt ohne Angst und ging forsch in die Zweikämpfe. Ein Warnschuss von Daniel Baier (3.) sorgte dabei für die erste Aufregung. Die Bayern ließen sich davon aber nicht beeindrucken und schlugen sofort eiskalt zu. Robben traf im Nachsetzen, nachdem er von Mario Mandzukic bedient worden war und zunächst an Hitz scheiterte.

Fortan kontrollierte Guardiolas Team das Geschehen, musste jedoch einen Rückschlag durch Robbens Verletzung hinnehmen. Der 29-Jährige, der sich aktuell in glänzender Verfassung präsentiert, wird aber wohl nicht längere Zeit ausfallen.

Wie schon vor fast genau einem Jahr, als sich der FCA und die Bayern ebenfalls im Pokal-Achtelfinale (0:2) gegenüberstanden, entwickelte sich ein umkämpftes und phasenweise hektisches Spiel. Die Schwaben, die sehr robust zu Werke gingen, blieben trotz des Rückstandes mutig und hatten insbesondere in den Minuten nach Robbens Auswechslung einige auffällige Szenen. Dabei trat vor allem André Hahn mit Chancen (18./22.) in Erscheinung. Kurz vor der Pause hätten die Münchner einen Elfmeter bekommen müssen, als Müller von Matthias Ostrzolek gehalten wurde.

Dass die Münchner den Gegner keineswegs auf die leichte Schulter genommen hatten, zeigte schon Guardiolas Aufstellung. Der Spanier setzte auf die nahezu bestmögliche Formation. Der nach einem Rippenanbruch genesene Franck Ribéry stand noch als Ersatzspieler bereit und wurde in der 66. Minute für den blassen Mario Götze eingewechselt.

Insgesamt strahlte Guardiolas Elf nicht die gewohnte Dominanz aus und kam nur vereinzelt zu Gelegenheiten. Nach einer knappen Stunde besserte sich dies etwas, auch wenn die Fehlerquote im Passspiel ungewohnt hoch blieb. Die Augsburger vermochten sich offensiv kaum noch durchzusetzen, einzig der schnelle Hahn setzte hier und da Akzente. Auf Zuspiel von Jerome Boateng zerstörte Müller die Hoffnungen des Außenseiters endgültig. Im Anschluss hielt Neuer stark gegen Raphael Holzhauser.

Beim FC Bayern ragte Torhüter Neuer heraus. Javi Martínez wusste ebenfalls zu gefallen. Der FCA hatte in Hahn und Daniel Baier seine besten Akteure.

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