FIFA

Reformgruppen-Mitglied wirft der FIFA Sexismus vor

FIFA-Reformgruppen-Mitglied Alexandra Wrage hat dem Fußball-Weltverband Sexismus in der Vergabe von Positionen vorgeworfen. SID-IMAGES/AFP/FABRICE COFFRINI

München - FIFA-Reformgruppen-Mitglied Alexandra Wrage hat dem Fußball-Weltverband Sexismus in der Vergabe von Positionen vorgeworfen. Ihr sei von einem "hohen Bediensteten" mitgeteilt wurden, dass "eine Frau für eine der beiden Spitzenpositionen in der neuen Ethik-Kommission inakzeptabel ist". Die Forderung nach mehr weiblichen Führungskräften wäre "nicht deckungsgleich mit dem Handeln", sagte Wrage der Süddeutschen Zeitung.

Die Arbeit der Reformgruppe Independent Governance Committee (IGC) beurteilt die Chefin der amerikanischen Antikorruptions-Organisation TRACE kritisch. Die IGC ist aufgrund der vielen Mitglieder, die eng mit dem Fußball verbunden sind, "nicht unabhängig im Sinne des gesunden Menschenverstandes".

Die Glaubwürdigkeit der FIFA sei seit Gründung der Reformgruppe 2011 noch nicht wiederhergestellt, nicht alle strukturellen Empfehlungen wären auch umgesetzt worden: "Eine Organisation wird nicht glaubwürdig, indem sie einfach Transparenz ankündigt. Transparenz muss geschaffen und gefördert werden."

Es könne zudem passieren, dass neue Strukturen durch die alteingesessenen Führungskräfte geschaffen werden, die bereits von der Korruption profitiert haben: "Die Sorge ist immer, dass so ein Projekt so endet, dass nur die Liegestühle auf der 'Titanic' umgruppiert werden. Dass es kosmetische Verbesserungen ohne echte Veränderung gibt."

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