Spanien | 05.05.2013

Real verschiebt Barcas Meisterfeier

Nach dem Aus in der Champions League haben sich Mesut Özil und Sami Khedira mit Real Madrid in der Primera División beim 4:3 (2:2) gegen Real Valladolid schadlos gehalten.
Text: SID Bild: SID-IMAGES/AFP/DANI POZO

Madrid - Vier Tage nach dem Aus in der Champions League gegen Borussia Dortmund haben sich Mesut Özil und Sami Khedira mit Spaniens Fußball-Meister Real Madrid zumindest in der Primera División schadlos gehalten. Im Heimspiel gegen Real Valladolid setzte sich der Rekordchampion am fünftletzten Spieltag mit einiger Mühe 4:3 (2:2) durch und verhinderte damit den vorzeitigen Titelgewinn des Rivalen FC Barcelona.

Auch der Tabellenführer musste nach dem Aus gegen Bayern München in der Königsklasse härter als erwartet für den 4:2 (1:2)-Pflichtsieg gegen Betis Sevilla kämpfen. David Villa (56.) und der eingewechselte Weltfußballer Lionel Messi (60./71.) mit seinen Saisontoren 45 und 46 drehten die Partie erst nach der Pause. Zuvor hatten Dorlan Pabon (2.) und Ruben Perez (43.) die Gäste zweimal in Führung geschossen, Alexis Sanchez (9.) zwischenzeitlich ausgeglichen. Vier Spieltage vor Saisonende ist Barca der Titel kaum mehr zu nehmen, das Team von Trainer Tito Vilanova hat elf Punkte Vorsprung auf Real.

Die Königlichen, bei denen Khedira in der Startelf stand und Özil in der 68. Minute eingewechselt wurde, gerieten zunächst durch Óscar (7.) in Rückstand, drehten dann aber durch Ángel di María (21.) und Cristiano Ronaldo (31.) die Partie. Valladolid mit dem Ex-Berliner Patrick Ebert in der Anfangsformation kam durch Javi Guerra (34.) noch einmal zum Ausgleich, doch nach der Pause brachten Kaká (49.) und Superstar Ronaldo mit seinem 34. Saisontor (71.) auf die Siegerstraße. Lluis Sastre (87.) verkürzte noch einmal.

Star-Trainer Jose Mourinho gerät indes bei Real nach dem Halbfinal-Aus in der Champions League gegen den BVB auch mannschaftsintern immer stärker in die Kritik. Abwehrspieler Pepe forderte in der schon seit Wochen schwelenden Kontroverse um die Verbannung von Real-Ikone und Nationaltorhüter Iker Casillas den Coach öffentlich zu einem respektvolleren Umgang mit dem Keeper auf. "Die Aussagen des Trainers waren nicht die besten. Wir müssen mehr Respekt vor Iker als Institution haben. Er soll wissen, dass wir Spieler hinter ihm stehen", sagte Pepe in einem TV-Interview nach dem 4:3 gegen Valladolid.

Casillas, Schlussmann der spanischen Welt- und Europameister-Elf, war von Mourinho vor einigen Wochen zur Nummer zwei degradiert und durch Diego Lopez ersetzt worden. Mourinho soll angeblich vor einer Rückkehr zum englischen Spitzenklub FC Chelsea stehen.

Nach dem K.o. in der europäischen Königsklasse gegen Dortmund hatte der Portugiese seinen vorzeitigen Abschied aus Madrid angedeutet und die Kritik auch an seinen Personalentscheidungen als Grundlage seiner Überlegungen bezeichnet.

Real verkürzte den Rückstand auf Spitzenreiter Barcelona zumindest für eine Nacht auf acht Punkte. Barca konnte am Sonntagabend gegen Betis Sevilla wieder auf elf Zähler davonziehen, den Gewinn der Meisterschaft aber noch nicht perfekt machen.

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