Italien

Rassismus-Vorwürfe: Ermittungen gegen Meggiorini

Der italienische Fußballverband hat eine Untersuchung wegen rassistischer Beleidigungen gegen Riccardo Meggiorini vom FC Turin aufgenommen. SID-IMAGES/AFP/OLIVIER MORIN

Mailand - Der italienische Fußballverband hat eine Untersuchung wegen rassistischer Beleidigungen gegen Riccardo Meggiorini vom FC Turin aufgenommen. Der 27-Jährige soll im Derby gegen Juventus (0:2) am vergangenen Sonntag seinen dunkelhäutigen Gegenspieler Paul Pogba (20) fremdenfeindlich beschimpft haben.

Meggiorini hatte zwar zugegeben, Frankreichs Junioren-Nationalspieler Pogba beleidigt zu haben, die verbalen Angriffe seien laut Meggiorini jedoch nicht rassistisch gewesen.

Der Präsident der italienischen Spielergewerkschaft, Damiano Tommasi (38), versuchte, nach den jüngsten Rassismus-Skandalen den Vorfall herunterzuspielen: "Meiner Ansicht nach handelt es sich bei Meggiorini nur um eine Beschimpfung ohne rassistischen Hintergrund", sagte Tommasi.

Der italienische Fußball hat immer wieder mit Rassismus zu kämpfen. Im vergangenen Januar verließ Milan-Profi Kevin-Prince Boateng das Spielfeld, nachdem er während eines Testspiels von gegnerischen Ultras wiederholt wegen seiner Hautfarbe beleidigt worden war.

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