Euro League

Rassismus: Lazio ohne Zuschauer gegen Stuttgart

Nyon - Der italienische Fußball-Erstligist Lazio Rom muss sein Achtelfinal-Rückspiel der Europa League gegen den VfB Stuttgart am 14. März und eine weiteres Europacup-Heimspiel vor leeren Rängen austragen.

SID-IMAGES/AFP/GABRIEL BOUYS

Nyon - Der italienische Fußball-Erstligist Lazio Rom muss sein Achtelfinal-Rückspiel der Europa League gegen den VfB Stuttgart am 14. März und eine weiteres Europacup-Heimspiel vor leeren Rängen austragen. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) verurteilte den Klub von Nationalstürmer Miroslav Klose wegen rassistischer Vorfälle beim Rückspiel der Zwischenrunde gegen Borussia Mönchengladbach (2:0).

"Für uns ist das wahnsinnig schlecht. Es ist nicht schön, in so einem leeren Stadion zu spielen. Für unsere Zuschauer tut es mir unheimlich leid, das ist für die ganz, ganz brutal, die haben schon Reisen gebucht - und es ist schade für den Wettbewerb und auch für uns", sagte VfB-Trainer Bruno Labbadia bei Sky.

Es war Lazios erstes Spiel einer zweijährigen Bewährungszeit, die die UEFA Ende Januar nach Rassimusvorfällen bei den Begegnungen mit Tottenham und Maribor verhängt hatte. "Zwei Geisterspiele, einfach unglaublich", sagte der fassungslose Lazio-Präsident Claudio Lotito dem italienischen Sender Rai. Am Rande des Spiels waren außerdem drei Gladbach-Fans mit Messern attackiert worden. Zwei der Opfer mussten anschließend die Nacht im Krankenhaus verbringen.

Auch Fenerbahce Istanbul muss das Achtelfinalrückspiel gegen Viktoria Pilsen ohne Zuschauer austragen. Die UEFA bestrafte den türkischen Erstligisten, weil im Zwischenrundenspiel gegen Bate Borissow Feuerwerkskörper ins Stadion geflogen waren. Die Partie war bereits wegen Ausschreitungen vor leeren Rängen gespielt worden. Zudem droht dem Klub ein einjähriger Ausschluss aus dem Europapokal.

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