Italien

Rassismus: Haftstrafe gegen sechs Fußball-Anhänger

Nach rassistischen Äußerungen gegen Kevin-Prince Boateng sind sechs Anhänger des Viertligisten Pro Patria zu Haftstrafen zwischen 40 Tagen und zwei Monaten verurteilt worden. SID-IMAGES/AFP/GIUSEPPE CACACE

Mailand - Nach rassistischen Äußerungen gegen den ehemaligen U21-Nationalspieler Kevin-Prince Boateng und weitere Spieler des italienischen Fußball-Erstligisten AC Mailand sind sechs Anhänger des Viertligisten Pro Patria zu Haftstrafen zwischen 40 Tagen und zwei Monaten verurteilt worden. Zudem müssen sie an die italienische Fußball-Liga und die Gemeinde Busto Arsizio als Zivilkläger 10.000 Euro zahlen und für die Verfahrenskosten aufkommen. Das Urteil verkündete ein Gericht in Busto Arsizio am Mittwoch. Milan-Spieler Sulley Muntari muss eine Geldstrafe von 500 Euro zahlen, weil er nicht vor Gericht als Zeuge ausgesagt hatte.

Die Fans mussten sich wegen schwerer Beleidigung verantworten, der Vorwurf der Anstiftung zum Rassenhass wurde jedoch fallen gelassen. Gegen die Fans war bereits ein Stadionverbot von fünf Jahren verhängt worden. In der vergangenen Woche hatten mehrere Milan-Profis vor der Staatsanwaltschaft ausgesagt und die sechs Angeklagten belastet. Boateng hatte für Aufsehen gesorgt, als er nach den rassistischen Beleidigungen in dem Testspiel den Platz verließ. Seine Mitspieler schlossen sich ihm an, die Partie wurde abgebrochen.

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