Italien | 16.05.2013

Rassismus: Balotelli will Spielfeld verlassen

Starstürmer und Rassismus-Opfer Mario Balotelli vom italienischen Fußball-Erstligisten AC Mailand hat offen damit gedroht, bei weiteren Vorfällen einen Spielabbruch herbeizuführen.

Rom - Starstürmer und Rassismus-Opfer Mario Balotelli vom italienischen Fußball-Erstligisten AC Mailand hat offen damit gedroht, bei weiteren Vorfällen einen Spielabbruch herbeizuführen. "Sollten wieder rassistische Chöre gegen mich ertönen, werde ich das nächste Mal das Spielfeld verlassen, weil so etwas dumm ist", sagte Balotelli dem TV-Sender CNN.

Der 22-Jährige war am vergangenen Sonntag beim 0:0 gegen den AS Rom von Gäste-Tifosi beleidigt worden. Nach einer kurzen Unterbrechung wurde die Partie zu Ende gespielt. Am Montag belegte der italienische Verband den Hauptstadtklub mit 50.000 Euro Strafe.

"Ich wollte am Sonntag das Spielfeld verlassen", sagte Balotelli: "Ich habe mit Kevin Prince Boateng gesprochen. Doch dann hätte man gedacht, ich mache das, weil wir Schwierigkeiten im Spiel hatten. Ich dachte: Es ist besser, wenn wir weiterspielen. Wenn es nicht diesen Grund gegeben hätte, hätte ich das Spielfeld verlassen."

Boateng reagierte empört auf den neuerlichen Eklat und die milde Strafe: "Seit Monaten sprechen wir über Rassismus, und es gibt weitere Vorfälle. Eine Geldstrafe ist zu wenig. Man müsste alle rassistischen Fans abführen", sagte der ehemalige Bundesliga-Profi, der im Januar wegen Beleidigungen in einem Freundschaftsspiel gegen den Viertligisten Pro Patria den Platz verlassen hatte.

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