WM | 19.11.2013

Professor Schürmann kritisiert Katar und die FIFA

Massive Kritik an den Arbeitsbedingungen in Katar hat der Kölner Pädagogik-Professor Volker Schürmann geübt.

Köln - Massive Kritik an den Arbeitsbedingungen in Katar hat der Kölner Pädagogik-Professor Volker Schürmann geübt. Beim 5. Abend der Sportwissenschaften an der Sporthochschule Köln nahm Schürmann mit Blick auf die Fußball-WM 2022 im Emirat am persischen Golf den Weltverband in die Pflicht: "Die FIFA ist der Veranstalter, und insofern haben sie da eine besondere Verantwortung."

Schümann warf Organisationen wie der FIFA und dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) im Zusammenhang mit der Vergabe von Veranstaltungen nach China, Russland oder Katar vor: "Sie argumentieren stets, sie würden in solche Länder gehen, um kritische Öffentlichkeit herzustellen", doch am Ende passiere in dieser Hinsicht wenig. Auch deshalb, weil die Sport-Organisationen sich auf den Standpunkt zurückziehen würden: "Das ist ein freier souveräner Staat, in dessen Angelegenheiten man sich nicht einmischen darf."

Hinsichtlich der Untersuchung der Arbeitsbedingungen in Katar durch Amnesty International meinte Schürmann: "Wir sind als Bürger, als Staaten und als Institution aufgefordert, etwas zu tun. Das ist letztlich eine Frage der kontinuierlichen Öffentlichkeit." Oft entstehe allerdings der Eindruck, dass "man eher das Gefühl hat, dass es stört, wenn eine Organisation wie Amnesty die dortigen Missstände aufdeckt".

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