EM

Portugiese Proença pfeift EM-Finale

Der portugiesische Schiedsrichter Pedro Proença leitet am Sonntag (20.45 Uhr/ZDF) das Finale der Fußball-EM zwischen Italien und Titelverteidiger Spanien in Kiew. SID-IMAGES/AFP/DAMIEN MEYER

Warschau - Zweites Endspiel in nur zwei Monaten: Der portugiesische Schiedsrichter Pedro Proença leitet am Sonntag (20.45 Uhr/ZDF) das Finale der Fußball-EM zwischen Italien und Titelverteidiger Spanien in Kiew. Nur fünf Wochen nach seinem Einsatz im Champions-League-Endspiel zwischen dem FC Chelsea und Bayern München (4:3 i.E.) erhielt der 41-Jährige den endgültigen Ritterschlag von der Europäischen Fußball-Union (UEFA).

Proença ist der erste Portugiese, der das Endspiel einer EM leiten wird. Für den Finanzdirektor aus Lissabon ist es der vierte Einsatz bei der EM 2012, auch die beiden Finalisten hat er bereits gepfiffen: Das Viertelfinale zwischen Italien und England (4:2 i.E.) sowie das Gruppenspiel Spanien gegen Irland (4:0) standen unter seiner Leitung, zudem war er in der Vorrunde für die Begegnung zwischen Schweden und Frankreich (2:0) verantwortlich und überzeugte mit nahezu fehlerfreien Leistungen.

Bei Spaniens Sieg gegen Irland hatte Proença auf kuriose Art und Weise für Aufmerksamkeit gesorgt. Während der Begegnung schubste der Schiedsrichter ohne Absicht den irischen Nationalspieler Keith Andrews um, der daraufhin das Gleichgewicht und auch den Ball verlor. Der Portugiese ließ die Partie weiterlaufen, der Welt- und Europameister schlug jedoch kein Kapital auf der Szene

Für Proença, der seit 1988 als Schiedsrichter aktiv ist und seit 2003 auf der Liste des Weltverbandes FIFA steht, war es nicht der erste Schubser. Im Oktober 2010 wurde er im Champions-League-Spiel zwischen Real Madrid und dem AC Mailand kurz vor der Halbzeit von Mesut Özil ziemlich dreist umgestoßen - der deutsche Nationalspieler wollte sich mit der Aktion Platz verschaffen, um an den Ball zu kommen. Proença verzichtete auf eine Verwarnung für das "Foul".

An den Seitenlinien kommen am Sonntag seine Landsleute Bertino Cunha Miranda und Ricardo Jorge Ferreira Santos zum Einsatz. Vierter Offizieller ist der Türke Cüneyt Cakir, der am Mittwoch das EM-Halbfinale zwischen Spanien und Portugal geleitet hatte.

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