Bundesliga | 18.11.2013

Polizeigewerkschaft nimmt Verbände in die Pflicht

Die DPolG Bundespolizeigewerkschaft hat den DFB, die DFL und die nationalen Vereine zu mehr Entschlossenheit im Kampf gegen Randalierer aufgefordert.
Text: SID Bild: SID-IMAGES//

Frankfurt/Main - Die DPolG Bundespolizeigewerkschaft hat den Deutschen Fußball-Bund (DFB), die Deutsche Fußball Liga (DFL) und die nationalen Vereine zu mehr Entschlossenheit im Kampf gegen Randalierer aufgefordert. "Die Fußballverbände und die -vereine tragen eine Mitverantwortung, wenn ihre 'Gäste' zu Fußballveranstaltungen an- und abreisen. Die Missstände sind längst bekannt, eine Verantwortung wird immer noch nicht übernommen, sondern alles auf die Polizei abgewälzt", sagte der stellvertretende Vorsitzende Horst Pawlik.

Als negatives Beispiel nannte Pawlik das brisante Niedersachsen-Derby zwischen Hannover 98 und Eintracht Braunschweig (0:0). Vor, während und nach dem Spiel seien die Bundespolizisten massiver Gewalt von Rowdys ausgesetzt gewesen. Die nahezu 1000 eingesetzten Beamten wurden u.a. mit Tierinnereien und Schweineköpfen beworfen sowie mit Pyrotechnik beschossen und hierdurch zum Teil verletzt.

"Wir fordern den DFB, die DFL und die Vereine auf, endlich auch im Bereich der reisenden Fußballrowdys zu handeln und sich nicht nur auf die Stadionsicherheit zu beschränken", sagte Pawlik.

Als Vorbild könne das Vorgehen von Borussia Dortmund im Vorfeld der Partie beim VfL Wolfsburg am 9. November dienen. Der BVB hatte Ultragruppierungen die Auswärtskarten entzogen, weil diese am Spieltag zuvor randaliert hatten.

"Ich wünschte mir viel mehr derartige Sanktionen gegen die Randalierer", sagte Pawlik: "Denn am Beispiel der Ausschreitungen in Hannover wird erkennbar, dass es sich um gefährliche Straftäter handelt, denen die Vereine entschieden entgegentreten müssen. Es kann nicht sein, dass sich die Bundespolizisten den Gewalttätern gegenüberstehen und die Vereine Millionen verdienen."

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