Spanien | 17.07.2013

Platzverweis für Spaniens Fußball-Verband

Spaniens Fußball-Verband RFEF droht ein vorübergehendes Vagabunden-Dasein: Madrids höchstes Gericht verurteilte den RFEF zur Räumung seines Geländes binnen 60 Tagen.
Text: SID Bild: SID-IMAGES/AFP/JOSEP LAGO

Madrid - Spaniens Fußball-Verband RFEF droht WM- und EM-Titel zum Trotz ein vorübergehendes Vagabunden-Dasein: Madrids höchstes Gericht verurteilte den RFEF am Mittwoch zur Räumung seines Geländes in Spaniens Hauptstadt binnen 60 Tagen.

In letzter Instanz erachtete das Gericht die kostenlose Übertragung des 120 Hektar großen Areals durch die eigenständige Vorort-Verwaltung Las Rozas an den RFEF vor 15 Jahren wegen Schädigung der öffentlichen Kassen als widerrichtlich und damit unwirksam. Gegen das Urteil besteht keine Einspruchsmöglichkeit.

Bereits 2007 war dem RFEF in erster Instanz die Räumung des Geländes auferlegt worden. Ob der RFEF seine Heimat möglicherweise durch den nachträglichen Kauf des Geländes seine Heimat behalten kann, blieb nach der Urteilsverkündung zunächst noch unklar.

Las Rozas hatte dem RFEF das damalige Baugelände aus Imagegründen kostenlos überlassen. In fünfjähriger Bauzeit entstanden auf der zwölf Fußballfelder großen Fläche für insgesamt 42 Millionen Euro neben der Verbandszentrale fünf Trainingsplätze, das RFEF-Museum, das medizinische Zentrum, ein Fitness-Center, ein Hotel-Komplex für die Trainingslager der Auswahlspieler und nicht zuletzt das Büro des Nationaltrainers.

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