FIFA | 17.09.2013

Platini entscheidet erst 2014 über Kandidatur

UEFA-Chef Michel Platini wird sich erst während oder nach der WM 2014 in Brasilien entscheiden, ob er 2015 für die Präsidentschaft im Fußball-Weltverband FIFA kandidieren wird.

Dubrovnik - UEFA-Chef Michel Platini wird sich erst während oder nach der WM 2014 in Brasilien entscheiden, ob er 2015 für die Präsidentschaft im Fußball-Weltverband FIFA kandidieren wird. "Ich habe mich noch nicht entschieden, was ich in Zukunft tun werde. Ich brauche noch ein paar Monate der Reflexion. Ich werde mich während oder nach der WM 2014 in Brasilien entscheiden", sagte der 58 Jahre alte Franzose zum Auftakt der strategischen Sitzung der Europäischen Fußball-Union im kroatischen Dubrovnik, wo sich ab Dienstag die 54 Präsidenten und Generalsekretäre der UEFA-Mitgliedsverbände treffen.

Zuletzt hatte Platini in einem L'Equipe-Interview noch angekündigt, in Dubrovnik eine Entscheidung über seine FIFA-Ambitionen zu verkünden. Nach Informationen des kicker hatte es allerdings unlängst ein Treffen von Platini mit FIFA-Präsident Joseph S. Blatter gegeben. Dabei hatte der 77-jährige Schweizer Frankreichs Fußball-Galionsfigur gebeten, sich erst im kommenden Jahr bezüglich einer FIFA-Präsidentschaftskandidatur festzulegen. Blatter selbst hatte bislang eine weitere Kandidatur für eine fünfte Amtszeit 2015 nicht ausgeschlossen.

Der deutsche Liga-Verbands-Präsident Reinhard Rauball hatte in einem SID-Interview vor kurzem angekündigt, dass im Falle einer Platini-Kandidatur für die FIFA-Präsidentschaft DFB-Boss Wolfgang Niersbach (62) ein möglicher Kandidat für die Nachfolge "Platoches" in der UEFA sein könnte. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) will sich für eine Bewerbung Niersbachs um das Amt des UEFA-Präsidenten jedenfalls stark machen.

Platini sagte darüber hinaus in Dubrovnik: "Ich liebe die UEFA von ganzem Herzen. Es bricht mir fast das Herz, wenn ich daran denke, einen anderen Weg einzuschlagen. Aber die Fragen über meine Zukunft stellen sich natürlich und sind auch legitim. Das ist der Grund, weshalb ich mehr Zeit brauche. Ich will sicher sein, die richtige Entscheidung zu treffen."

Die FIFA-Wahl sei erst in zwei Jahren, so Platini, "ich will nicht egoistisch sein und jetzt eine Debatte oder Diskussion in Gang setzen, da es wichtigere Themen gibt als meine Person oder meine Situation". Die Konzentration gilt den derzeitigen Hauptpunkten, "über meine Zukunft haben wir Zeit genug, in den kommenden Monaten nachzudenken", äußerte der einstige französische Weltstar und Europameister von 1984.

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