Bundesliga

Phantomtor: Hoffenheim verzichtet auf Einspruch

Die Verantwortlichen des Fußball-Bundesligisten 1899 Hoffenheim verzichten nach dem Phantomtor-Urteil auf einen Einspruch. Dies teilte der Klub am Dienstagnachmittag mit. SID-IMAGES/AFP/DANIEL ROLAND

Frankfurt/Main - Die Verantwortlichen des Fußball-Bundesligisten 1899 Hoffenheim verzichten nach dem Phantomtor-Urteil auf ein weiteres juristisches Vorgehen. Dies gab die TSG am Dienstagnachmittag bekannt. Das DFB-Sportgericht unter Vorsitz von Hans E. Lorenz hatte am Montag den Einspruch von Hoffenheim gegen die Wertung der Partie gegen Bayer Leverkusen am 18. Oktober (1:2) abgewiesen.

Die Entscheidung trafen die Kraichgauer laut eigener Auskunft nach eingehender Prüfung des Sachverhalts. "Wir haben uns nach intensiven Überlegungen schließlich dazu entschieden, auf den Weg in die nächsthöhere Instanz zu verzichten. Dieser Entschluss ändert nichts daran, dass wir die Entscheidung des Gerichts als falsches Signal für den Fußball insgesamt ansehen. Dennoch werden wir dieses Urteil anerkennen, da wir uns in einer ganz offenbar aussichtslosen Sache nicht verrennen wollen", sagte Peter Rettig, der Vorsitzende der Geschäftsführung.

Alexander Rosen, Direktor Profifußball bei der TSG, betonte, dass man keine wirkliche Chance auf eine Aufhebung des Urteils gesehen habe: "Es bleibt ein fader Beigeschmack." Cheftrainer Markus Gisdol ergänzte: "Ich bin natürlich enttäuscht, aber nicht überrascht. Wir werden nun nach vorne schauen und uns wie immer bestmöglich auf die anstehenden Herausforderungen konzentrieren."

Der Tabellenneunte der Bundesliga hatte Protest eingelegt, weil der von Schiedsrichter Felix Brych (München) anerkannte Treffer des Leverkuseners Stefan Kießling (70.) eigentlich keiner war. Der Kopfball des Angreifers war seitlich durch ein Loch im Netz ins Tor gegangen.

Mit dem Urteil vermied der DFB die Konfrontation mit dem Weltverband FIFA, der die Tatsachenentscheidungen der Schiedsrichter für unantastbar hält.

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