U21 | 19.11.2013

Ohne Hrubesch: U21-"Rumpfteam" weiter sieglos

Die deutschen U21-Fußballer haben sich auch im zweiten Spiel ohne ihren Chef Horst Hrubesch mit einem Punkt begnügen müssen.
Text: SID Bild: SID-IMAGES/Firo/

Giurgiu - Die deutschen U21-Fußballer haben sich auch im zweiten Spiel ohne ihren Chef Horst Hrubesch mit einem Punkt begnügen müssen. In Rumänien kam die von Hrubeschs Assistent Thomas Nörenberg betreute "Rumpftruppe" ohne sieben Stammspieler zu einem 2:2 (1:1), ist mit 14 Punkten aus sechs Spielen aber weiter auf dem besten Weg in die Play-offs zur EM 2015. Hrubesch fehlte wie schon beim 1:1 am Freitag in Montenegro wegen einer Bandscheiben-Operation.

Vor den beiden letzten Spielen, die erst im September 2014 ausgetragen werden, hat die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nun sechs Punkte Vorsprung auf Montenegro und Irland und acht auf Rumänien. Die Montenegriner und Rumänen haben aber noch ein Spiel mehr in der Hinterhand. Die zehn Gruppensieger und die vier besten Zweiten qualifizieren sich für die Ausscheidungsspiele, bei der EM 2015 in Tschechien werden auch die Tickets für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro vergeben.

Claudiu Bumba vom Zweitligisten Targu Mures hatte Rumänien überraschend in Führung gebracht (24.). Philipp Hofmann vom FC Ingolstadt, der bereits in Montenegro drei Minuten vor dem Schluss den Punkt gerettet hatte, glich per Foulelfmeter aus (28.) und erzielte damit bereits sein viertes Tor im sechsten U21-Spiel. Antonio Rüdiger vom VfB Stuttgart brachte Deutschland in Führung (51.), doch Romario Benzar glich aus (74.).

Nörenberg musste in Giurgiu in der Walachei auf Kapitän und Torjäger Kevin Volland (1899 Hoffenheim), Leon Goretzka (Schalke 04), Johannes Geis (FSV Mainz 05), Nico Schulz (Hertha BSC), Erik Durm (Borussia Dortmund), Moritz Leitner (VfB Stuttgart) und Emre Can (Bayer Leverkusen) und damit die Erfahrung von insgesamt 150 Bundesliga-Spielen verzichten. Im Nürnberger Marvin Plattenhardt trug der "vierte Kapitän" die Spielführerbinde, im defensiven Mittelfeld spielten in Matthias Ginter und Rüdiger zwei etatmäßige Innenverteidiger.

Dennoch hatten die deutschen Junioren im Stadion Marin Anastasovici bereits in der 8. Minute die große Chance zur Führung. Der Hannoveraner Leonardo Bittencourt, der für den Dortmunder Jonas Hofmann ins Team gerückt war, umspielte Rumäniens Torhüter Laurentiu Branescu, traf dann aus spitzem Winkel aber nur den Außenpfosten.

In der Folge fehlte den Aktionen im deutschen Spiel die Sicherheit, dennoch fiel das 1:0 etwas überraschend. Plattenhardt hob nach einem Steilpass das Abseits auf und kam nach einer Hereingabe in der Mitte gegen Bumba zu spät. Der Leverkusener Bernd Leno, der diesmal den Vorzug vor seinem Mönchengladbacher Dauer-Rivalen Marc-André ter Stegen erhalten hatte, war ohne Abwehrchance. Doch die DFB-Junioren schlugen schnell zurück. Nachdem er selbst von Andrei Petreleu gefoult worden war, verwandelte Hofmann vom Elfmeterpunkt sicher.

Nach dem Wechsel bekam die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes die Partie besser in den Griff und wurde prompt belohnt. Nach einer Flanke des angeschlagen ins Spiel gegangenen Gladbachers Amin Younes nutzte Rüdiger die augenscheinliche Lufthoheit aus und wuchtete den Ball aus etwa zehn Metern ins Tor. Deutschland schien nun auf dem besten Weg zum Sieg, doch dann traf Benzar mit einem sehenswerten Schuss aus 18 Metern. Kurz darauf verhinderte Leno gar einen Rückstand. Younes traf in der dritten Minute der Nachspielzeit die Latte.

Beste Spieler im deutschen Team waren der allerdings einige Male eigensinnige Bittencourt und Hofmann.

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