WM

Özil widerspricht Schweinsteigers Kritik

Mesut Özil hat der Kritik seines Kollegen Bastian Schweinsteiger am Teamgeist in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft widersprochen. SID-IMAGES/AFP/GABRIEL BOUYS

Frankfurt/Main - Mesut Özil hat der Kritik seines Kollegen Bastian Schweinsteiger am Teamgeist in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft widersprochen. Schweinsteiger hatte behauptet, bei der EM hätten die Auswechselspieler bei Toren nicht so mitgejubelt wie bei Bayern München.

"Ich war ja mittendrin, habe eigentlich gespürt, dass wir eine Einheit waren. Da war jeder für den anderen da, jeder kämpfte für die Mannschaft. Bei der EM hat jeder Spieler Vollgas gegeben, auch wenn er eingewechselt wurde. Deshalb kann ich die Kritik auch nicht so verstehen", sagte Özil im Interview mit der Bild-Zeitung. Im Fachmagazin kicker sagte der 23-Jährige außerdem: "Auf dem Platz spürt man, dass wir eine Einheit sind. Ich glaube schon, dass sich jeder Spieler freut. Es ist etwas Besonderes, wenn man bei der Nationalmannschaft überhaupt dabei ist und man für die Nationalelf spielen darf." Schweinsteiger hatte auch nach einem Gespräch mit Bundestrainer Joachim Löw und Manager Oliver Bierhoff an seiner Meinung festgehalten.

Özil, Mittelfeldspieler von Real Madrid, erteilte zudem der Forderung von Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß, der Druck auf die Nationalspieler müsse erhöht werden, eine Absage. "Den haben wir genug! Wenn du deutscher Nationalspieler bist, wird von dir erwartet, dass du jedes Spiel gewinnst, am besten noch hoch. Das ist Druck", sagte Özil vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Irland in Dublin am Freitag (20.45 Uhr MESZ/ZDF).

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